Begriff

Gewerk (Film und Theater)

Ein Gewerk ist bei Film, Fernsehen und Theater ein fachlich abgegrenzter Arbeitsbereich einer Produktion, etwa Kamera, Licht, Ton, Maske, Kostüm, Ausstattung oder Schnitt. Das Wort kann den Tätigkeitsbereich ebenso bezeichnen wie das Team, das ihn betreut. Der Duden führt „Gewerk“ als fachsprachliches Wort für ein Handwerk oder für eine Gruppe von Handwerkern einer bestimmten Fachrichtung, wie sie etwa beim Bau eines Gebäudes zusammenarbeiten.

Beim Film werden die beteiligten Gewerke den Abteilungen der Produktion zugeordnet und über die Planung des Drehs, etwa den Drehplan, aufeinander abgestimmt. Der Tarifvertrag für auf Produktionsdauer beschäftigte Film- und Fernsehschaffende (TV FFS) nennt in seinem Geltungsbereich unter anderem Regie, Produktion, Szenenbild, Kamera, Ton, Masken- und Kostümbild, Spezialeffekte und Stunt als Gewerke und zählt auch die darstellenden Künstlerinnen und Künstler dazu. Im Theater spricht man ebenfalls von Gewerken, etwa bei den Werkstätten, die Teile von Bühnenbild und Ausstattung herstellen, wie Tischlerei, Schlosserei oder Malsaal.

Gewerk und Gewerkschaft sind nicht gleichbedeutend: Eine Gewerkschaft vertritt berufliche Interessen ihrer Mitglieder und verhandelt Tarifverträge, ein Gewerk bezeichnet einen Arbeitsbereich. Einzelne Gewerke werden in eigenen Begriffen beschrieben, etwa Kameraarbeit, Kostümdesign oder Maskenbild. Wie eine Produktion ihre Gewerke zuschneidet und benennt, ist nicht einheitlich festgelegt.

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