Begriff

Nachsynchronisation (ADR)

Nachsynchronisation bezeichnet die Aufnahme von Dialogen nach den Dreharbeiten, die passend zum bereits gedrehten Bild eingesprochen werden. Im Englischen heißt das Verfahren Automated Dialogue Replacement, kurz ADR; ältere oder weitere Bezeichnungen sind Looping und Post-Sync. Die Aufnahmen ersetzen, ergänzen oder korrigieren Teile des am Drehort aufgenommenen Tons.

Anlass kann eine technisch unzureichende Tonaufnahme sein. Auch nachträgliche Textänderungen, zusätzliche Sätze oder schwer verständliche Passagen können eine Nachsynchronisation erfordern. Im Studio werden die betreffenden Bildstellen wiederholt, bis eine Aufnahme entsteht, deren Einsätze, Dauer und Mundbewegungen zum Bild passen. Die Bezeichnung Looping geht auf das frühere Verfahren zurück, kurze Bildabschnitte in einer Schleife abzuspielen.

Häufig sprechen die Darstellenden ihre eigene Rolle nach. Möglich ist auch, dass eine andere Stimme eingesetzt wird.

Die Synchronisation einer neuen Sprachfassung, bei der Synchronsprecher*innen eine vorhandene Rolle in einer anderen Sprache sprechen, ist davon zu unterscheiden, auch wenn sich die Studioabläufe ähneln. O-Ton bezeichnet den am Drehort aufgenommenen Ton. Wird dort ein Satz ohne laufende Kamera zusätzlich aufgenommen, handelt es sich um eine Nurtonaufnahme und nicht um eine Nachsynchronisation.

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