Begriff
Szenenstudium
Ein Szenenstudium ist in der Schauspielausbildung die Erarbeitung einer oder mehrerer Szenen im Unterricht. Studierende spielen dabei Ausschnitte, häufig aus der Theaterliteratur, meist gemeinsam mit anderen Studierenden und unter Anleitung von Lehrenden. Der Begriff bezeichnet sowohl diese Unterrichtsform als auch die erarbeitete Szene selbst.
Szenenstudien können Fertigkeiten verbinden, die in der Ausbildung sonst häufig getrennt unterrichtet werden. An der Zürcher Hochschule der Künste bündeln Module dieses Namens etwa Inhalte aus Körper und Bewegung, Stimme und Sprechen, Szene sowie Theorie, Dramaturgie und Inszenieren. Andere Ausbildungsstätten sprechen von szenischer Arbeit, Szenenarbeit oder Szenen- und Rollenstudium. Bezeichnung, Umfang und Stellung im Studienplan sind nicht einheitlich geregelt. Erarbeitete Szenenstudien können beispielsweise für ein Vorspiel zum Studienabschluss weiterentwickelt werden.
Vom Rollenstudium unterscheidet sich das Szenenstudium durch seinen Gegenstand: Im Mittelpunkt steht eine Szene mit ihren Beteiligten und deren Partnerspiel, nicht eine einzelne Rolle über ein ganzes Stück hinweg. Anders als der Probenprozess einer Produktion zielt es nicht notwendig auf eine öffentliche Aufführung. Ein Audition-Monolog wird dagegen allein vorbereitet und vorgetragen.

