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Practical Aesthetics

Practical Aesthetics ist eine handlungsorientierte Schauspieltechnik, die auf den Dramatiker David Mamet und den Schauspieler William H. Macy zurückgeht. Sie entstand in den 1980er-Jahren aus Workshops der beiden und wird im Umfeld der Atlantic Theater Company und der Atlantic Acting School in New York gelehrt. Nach Angaben der New York University knüpft der Ansatz unter anderem an Stanislawski und Aristoteles an.

Ein Kernstück ist eine Szenenanalyse mit vier Fragen. Zunächst wird möglichst neutral beschrieben, was die Figur wörtlich tut (Literal). Danach folgt, was sie von der anderen Figur erreichen will (Want). Die wesentliche Handlung (Essential Action) benennt mit einem Verb, was die darstellende Person in der Szene tut. Das „As if“ fragt, womit diese Handlung für die spielende Person vergleichbar ist, und verbindet sie mit einer vorgestellten Situation. Zusammengefasst wird die Arbeit oft mit den Formeln „think before you act“ und „act before you think“: Nach der Vorbereitung richtet sich das Spiel auf das, was im Moment beim Gegenüber geschieht.

Practical Aesthetics ist keine bloße andere Bezeichnung für Spielziel und Spielhandlung, auch wenn verwandte Fragen in der Analyse vorkommen. Das Magische Wenn fragt nach dem eigenen Handeln in der fiktiven Situation; das „As if“ stellt der Szene dagegen eine vergleichbare vorgestellte Situation zur Seite. Nach Darstellungen der Lehrtradition arbeitet die Technik nicht mit dem Abrufen emotionaler Erinnerungen, wie es die Lee-Strasberg-Methode kennt.

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