Begriff

Drei-Akt-Struktur

Die Drei-Akt-Struktur ist ein Erzählmodell, das eine Geschichte in Anfang, Mitte und Ende gliedert. Besonders in der Drehbuchtheorie dient sie sowohl als Kriterium zur Untersuchung von Filmen als auch als Modell für den Aufbau eines Drehbuchs. Der erste Akt führt in Figuren und Ausgangslage ein, der zweite entfaltet die Konfrontation mit Hindernissen, der dritte führt zur Auflösung.

Das Modell bezieht sich auf die aristotelische Dreiheit von Anfang, Mitte und Ende und wird als verkürzte Form des Fünfakters verstanden. Für das Drehbuch beschrieb der Drehbuchlehrer Syd Field es 1979 in seinem Buch „Screenplay“ als Paradigma. Die Übergänge zwischen den Akten markieren dort sogenannte Plot Points: Ereignisse, die in den nächsten Akt überleiten und der Handlung eine neue Richtung geben. Häufig genannt wird ein ungefähres Längenverhältnis von 1 : 2 : 1. Field betonte jedoch, dass die Form wichtiger sei als die Seitenzahl, auf der ein Plot Point liegt.

Die Drei-Akt-Struktur ist eine Hilfe zur Analyse und zum Schreiben, keine Vorschrift für jede Geschichte. Ein Akt im Drama, auch Aufzug genannt, ist dagegen ein ausgewiesener Abschnitt des Textes; die Akte des Modells müssen im Drehbuch weder bezeichnet noch durch Pausen getrennt sein. Ein Plot Point ist nicht zwingend eine Peripetie, also ein Umschlag der Handlung ins Gegenteil. Auch die Exposition bezeichnet eine Funktion, die Ausgangsinformationen vermittelt, und ist nicht auf den ersten Akt beschränkt.

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