Das Pornfilmfestival Berlin zeigt unabhängige Filme über Sexualität, Körper, Begehren und gesellschaftliche Normen. Zum Programm gehören fiktionale, dokumentarische und experimentelle Arbeiten. Die Veranstaltung richtet sich an Erwachsene und versteht Kino zugleich als Ort für künstlerische Auseinandersetzung und öffentliche Diskussion. Filmgespräche bringen Publikum, Filmschaffende und Darstellende zusammen.

Unabhängiges Festival seit 2006

Jürgen Brüning gründete das Festival 2006. Es arbeitet nichtkommerziell, wird wesentlich durch ehrenamtliches Engagement getragen und erhält nach eigener Darstellung keine öffentlichen Fördermittel. Paulita Pappel übernimmt die Festivalkoordination. Die Auswahl verbindet aktuelle internationale Produktionen mit Rückblicken und besonderen Programmen; unterschiedliche Perspektiven auf Sexualität und Repräsentation stehen dabei nebeneinander.

Die 21. Ausgabe ist vom 20. bis 25. Oktober 2026 angekündigt. Zu den Spielorten gehören Moviemento, Babylon, Central und Colosseum. Als Eröffnungsfilm ist A Useful Ghost von Ratchapoom Boonbunchachoke am 20. Oktober im Colosseum vorgesehen. Für den Festivalbesuch gilt eine Altersgrenze von 18 Jahren.

Branchenforum über Arbeitsbedingungen

Das Adult Industry Forum ergänzt das Kinoprogramm am 20. und 21. Oktober im bUm Berlin. Es richtet sich an unabhängig arbeitende Filmschaffende, Darstellende und weitere Branchenangehörige. Die angekündigten Gespräche behandeln unter anderem Einvernehmlichkeit am Set, körperliche und psychische Gesundheit, Arbeitsabläufe sowie den Einfluss digitaler Plattformen.

Workshops und Begegnungsformate schaffen Raum für praktische Fragen der Produktion. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf neuen Technologien und den Bedingungen, unter denen Inhalte sichtbar werden oder verbreitet werden können. Die Forumsteilnahme wird über eine eigene Akkreditierung organisiert. Sie ist vom gewöhnlichen Kinobesuch zu unterscheiden.

Einreichung und Online-Auswahl

Der Aufruf für die Ausgabe 2026 begann am 1. Januar und endete am 30. April 2026. Pro Regie waren höchstens zwei Filme zugelassen. Die Anmeldung erfolgte über das offizielle Einreichformular. Diese Frist gehört zur 21. Ausgabe und ist abgeschlossen.

Eine Auswahl der Festivalfilme wird vom 20. Oktober bis 10. November 2026 online angeboten. Der digitale Zeitraum reicht damit über das Ende des Berliner Kinoprogramms hinaus. Für die Planung bleiben beide Angebote getrennt: Das Hauptfestival endet am 25. Oktober, während ausgewählte Filme anschließend noch über die Festivalplattform zugänglich sind. Umfang und Zugangsbedingungen stehen im jeweiligen Onlineprogramm.