20minmax ist ein internationales Kurzfilmfestival in Ingolstadt. Sein Name benennt die Laufzeitgrenze: Die zuletzt veröffentlichten Einreichregeln für 2025 erlauben höchstens zwanzig Minuten einschließlich Abspann. Innerhalb dieses Rahmens stehen Spielfilm, Dokumentarfilm und Animation neben Filmkunst und experimentellen Arbeiten. Unterschiedliche Programme trennen dabei filmische Form, Sprache, regionalen Bezug und die Altersgruppe des Publikums.

Von einer langen Nacht zur Festivalwoche

Ausgangspunkt war die Lange Nacht des Kurzen Films. Das Programmheft und die Darstellung des Festivalpartners Audi datieren diese erste Veranstaltung auf 2006.

Veranstalter ist Von der Rolle e.V. Zu den örtlichen Partnern gehören das Stadttheater Ingolstadt und das Kulturamt. Das Audi Programmkino ist einer der mit dem Festival verbundenen Kinoorte. Aus dem kompakten Ausgangsformat entwickelte sich ein mehrtägiges Programm. Die Ausgabe 2024 stand unter dem Thema „Respekt“, die zwanzigste Ausgabe 2025 unter „Bewegung“.

Mehrere Perspektiven auf kurze Filme

Der internationale und der deutschsprachige Wettbewerb unterscheiden ihre Auswahl auch über Sprache und Produktionszusammenhang. Der süddeutsche Wettbewerb berücksichtigt Bezüge zu Bayern oder Baden-Württemberg; dabei können Herstellung, Inhalt oder die Biografie von Beteiligten eine Rolle spielen. Art & Experimental bietet einen eigenen Rahmen für experimentelle Formen. Weird Shorts widmet sich ungewöhnlichen und bizarren Arbeiten.

Die Preisentscheidungen liegen nicht bei einem einzigen Gremium. Für internationale, deutschsprachige und experimentelle Arbeiten gibt es eine Preisjury. 2024 gehörten ihr die Schauspielerin und Regisseurin Emma Bading, der Schauspieler Tim-Fabian Hoffmann und die Festivalprogrammgestalterin Julia Flachmann an. Über den süddeutschen Wettbewerb und Weird Shorts entscheidet nach den Regeln der Ausgabe 2025 das Publikum.

Junge Jurys sehen und drehen selbst

Shorties for Kids und Young Shorts richten sich an jüngere Zuschauer. Seit 2017 begleitet ein Workshop Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren dabei, Filme zu sichten, zu besprechen und auszuwählen. Sie vergeben einen Preis und entwickeln zugleich einen eigenen Film. Auch die Jugendjury verbindet ihre Preisentscheidung mit praktischer Filmarbeit. Im Reglement 2025 richtet sich das Kinderprogramm an Sieben- bis Zwölfjährige, das Jugendprogramm an Zwölf- bis Achtzehnjährige. Die Altersgruppen beziehen sich auf das Publikum.

Begegnungs- und Vermittlungsangebote ergänzen die Vorführungen. Das Programm 2024 kündigte beispielsweise ein Meet & Greet mit Regie und Festivalteam sowie einen Vortrag von Anne Isensee zur inklusiven Kurzfilmproduktion an. Ihr Animationsfilm „Intro“ bezog Audiodeskription bereits in die Gestaltung ein. Der Vortrag stellte damit die Zugänglichkeit von Filmen als gestalterische Aufgabe vor.