Die Monstrale ist ein internationales Kurzfilmfestival in Halle an der Saale. Ihr Programm verbindet einen internationalen Kurzfilmwettbewerb mit ShortDocs und dem Kinderfilmwettbewerb Wilde Welten. Dazu kommen kuratierte Programme. Inhaltlich interessiert sich das Festival für ungewöhnliche Perspektiven auf vertraute Vorgänge: für Filme, die Alltägliches anders ordnen und dadurch neue Fragen aufwerfen.

Aus der örtlichen Filmkultur entstanden

Veranstalter ist Plan 3 e.V. Der Verein war mit dem Haus im Töpferplan 3 verbunden und knüpfte dort ab 2009 an eine Geschichte alternativer Kulturarbeit an. Das Festival ging aus einer Filmreihe hervor. Ende 2017 musste der Verein das Gebäude verlassen; seine Arbeit setzte er mit dem Festival und Medienworkshops für Kinder und Jugendliche fort. Die Festivalgeschichte reicht damit über den Betrieb des früheren Vereinshauses hinaus.

In älteren Ankündigungen heißt das Festival noch Monstronale. Die Kunsthochschule Burg Giebichenstein dokumentierte 2014 die zweite Ausgabe unter diesem Namen und nannte Plan 3, Puschkino und Werkleitz als Beteiligte. Unter dem damaligen Titel „Glaubensfragen“ fand diese Ausgabe vom 4. bis 6. April 2014 statt. Die aktuelle Festivalwebsite verwendet Monstrale und nennt Christian Schunke als Festivalleiter.

Kurzfilm mit verschiedenen Blickrichtungen

Das Kinoprogramm 2025 zeigt die Aufteilung der Wettbewerbe. Im internationalen Kurzfilmwettbewerb liefen Animation und Spielfilm, während ShortDocs dem kurzen Dokumentarfilm vorbehalten war. Wilde Welten richtete sich an Kinder ab neun Jahren; über die Auszeichnung entschied die Kinderjury. Ein weiteres Kinderprogramm ergänzte diesen Wettbewerb.

Unter dem Thema „Metamorphosen“ verband das Festival 2025 ein kuratiertes Kurzfilmprogramm mit einer anschließenden Diskussion. Der Theatersaal des Puschkinhauses war Ort für die Eröffnung und mehrere Wettbewerbsblöcke; das Kinderprogramm und „Metamorphosen“ liefen im Puschkino.

Preisträger über die Festivalwoche hinaus

2023 erhielt „Luce and the Rock“ von Britt Raes den ersten Preis im internationalen Wettbewerb. Im ShortDocs-Wettbewerb 2025 erhielt „Sixty-seven Milliseconds“ den zweiten Preis. Der animierte Dokumentarfilm stammt von Galdric Fleury und Antoine Fontaine, die gemeinsam unter dem Namen fleuryfontaine arbeiten. Die Monstrale zeigte außerdem ausgewählte frühere Gewinner in Sommerkinoprogrammen. Solche Wiederaufführungen geben Kurzfilmen auch außerhalb der Wettbewerbswoche ein Publikum.