Die Türkischen Filmtage München zeigen Filme aus und über die Türkei. Aktuelles Kino steht neben historischen Arbeiten; Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Gesellschaft und Alltag. Gespräche mit Filmschaffenden, Podiumsdiskussionen und weitere Veranstaltungen ergänzen die Vorführungen.

Die Geschichte des Festivals beginnt 1989 mit der Gründung von SinemaTürk Filmzentrum e. V. Filmbegeisterte türkische und deutsche Münchnerinnen und Münchner wollten die Filmkultur der Türkei einem breiteren Publikum zugänglich machen. Seitdem veranstaltet der Verein die Filmtage jährlich. Das Programm berücksichtigt Künstlerinnen und Künstler verschiedener ethnischer Herkunft und setzt sich auch mit Frauen- und Minderheitenrechten auseinander.

Nächste Ausgabe im April 2027

Die 38. Türkischen Filmtage sind für den 16. bis 25. April 2027 angekündigt. Auf der Festivalwebsite der Türkischen Filmtage München erscheinen das Programm und die Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen. Die Filmvorführungen werden durch Begegnungen zwischen dem Münchner Publikum und Gästen aus der Filmbranche geprägt.

Die Ausgabe 2026 wurde von SinemaTürk Filmzentrum, Filmstadt München und der Münchner Stadtbibliothek veranstaltet. Die Eröffnung fand in den Münchner Kammerspielen statt, weitere Filme liefen im Royal Filmpalast und im Gasteig HP8. Kinderworkshops waren im Pixel im Gasteig angesiedelt.

Schauspiel, Dokumentarfilm und junge Perspektiven

Bei der 37. Ausgabe vom 17. bis 26. April 2026 erhielt die Schauspielerin Nur Sürer den Ehrenpreis. Gezeigt wurde zur Eröffnung Lasst den Drachen fliegen. Insgesamt umfasste das Programm zehn Spielfilme, neun Dokumentarfilme und acht Kurzfilme; 16 Filmschaffende aus Regie und Schauspiel waren zu Gast und begegneten dem Publikum.

Nur Sürer, Hayal Kaya und Regisseurin Emine Emel Balcı nahmen an einem Podium über Frauen in der Filmbranche teil. Kinder konnten in drei Workshops eigene Kurz- und Trickfilme gestalten. Den Kurzfilm-Publikumspreis gewann Alis von Beril Tan.

Das Filmangebot reichte von aktuellen Spielfilmen wie DJ Ahmet und The Things You Kill bis zu dokumentarischen Arbeiten über Geschichte, Musik und Zensur. Diese Mischung gibt dem Festival Raum für verschiedene Generationen, künstlerische Handschriften und Erfahrungen. Rückblicke und Filmseiten machen auch frühere Programme nachvollziehbar.