Das German International Ethnographic Film Festival, kurz GIEFF, widmet sich dokumentarischen und ethnografischen Arbeiten über soziale und kulturelle Lebenswelten. Es bringt Filmschaffende, Wissenschaft und ein interessiertes Publikum zusammen. Neben Filmen und Videos berücksichtigt das Festival auch interaktive Medien. Veranstalter ist der gemeinnützige GIEFF e. V., der den Austausch über visuelle Forschung, filmische Darstellung und kulturelle Zusammenhänge fördert. Ein eigener Wettbewerb gibt Arbeiten von Studierenden Raum.
Filme und Forschung im Gespräch
Die 18. Ausgabe fand vom 13. bis 17. Mai 2026 in der Alten Mensa in Göttingen statt. Aus mehr als 360 Einreichungen wurden 64 Filme ausgewählt: 20 für den Studierendenwettbewerb, 30 für das Hauptprogramm und 14 für ein ausschließlich online zugängliches Angebot. Gespräche mit anwesenden oder zugeschalteten Filmteams begleiteten die Vorführungen.
Das Programm bezog auch Formen jenseits der klassischen Kinovorführung ein. Dazu gehörten Janine Prins’ Installation Legacy of Silences und Caterina Sartoris interaktive Dokumentation Living Room. Ein Workshop zu dekolonialen Perspektiven entstand in Zusammenarbeit mit dem Ethnologischen Museum in Berlin und der Universität Göttingen. Die Studierendenpreise gingen 2026 an Amelie von Marschalck und Albert Osbæck Adelkilde. Den ausführlichen Rückblick veröffentlicht die Festivalwebsite.
Nächste angekündigte Ausgabe in Berlin
Für den 24. bis 27. Mai 2028 kündigt das offizielle Einreichportal eine Ausgabe im Ethnologischen Museum am Forschungscampus Dahlem in Berlin an. Göttingen ist somit der Ort der dokumentierten Ausgabe 2026; die nächste angekündigte Veranstaltung hat einen anderen Spielort. Die Einreichphase für 2028 beginnt laut Portal am 25. Dezember 2026. Als frühe Frist ist der 11. November 2027, als abschließender Termin der 1. Dezember 2027 angegeben.
Die Regeln verlangen Arbeiten mit einem Copyrightdatum nach dem 1. Januar 2025, die noch nicht beim GIEFF eingereicht wurden. Für den Studierendenwettbewerb ist maßgeblich, dass die verantwortliche Person bei Fertigstellung an einer Bildungseinrichtung eingeschrieben war. Es handelt sich daher um eine Voraussetzung des Ausbildungsstatus.
Einreichung und vollständige Bedingungen stehen auf FilmFreeway. Gefordert wird eine englische Vorführfassung. Ausgewählte Arbeiten sind als hochwertige Datei bereitzustellen; DCPs werden nicht angenommen. Für Einreichungen aus dem Globalen Süden kann beim Festival eine Befreiung von der Gebühr angefragt werden.
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