judoks ist ein internationales Dokumentarfilmfestival für junges Publikum in München. Es zeigt, wie Kinder und Jugendliche in unterschiedlichen Ländern leben, welche Fragen sie beschäftigen und wie sie ihre Umgebung wahrnehmen. Im Mittelpunkt stehen dokumentarische Filme, die jungen Zuschauerinnen und Zuschauern eigene Erfahrungen und fremde Lebenswelten zugänglich machen.

Das Festival besteht seit 2006. Veranstaltet wird es von Kultur & Spielraum e. V. mit dem Sozialreferat und Stadtjugendamt der Landeshauptstadt München. Die 19. Ausgabe ist für den 24. bis 28. November 2026 in der Pasinger Fabrik angekündigt. Der Veranstaltungsort liegt in der August-Exter-Straße 1 im Münchner Stadtteil Pasing.

Kinder entscheiden beim Programm mit

Eine junge Jury wirkt an der Auswahl der Filme mit. Die Beteiligung beginnt damit bereits vor dem eigentlichen Kinobesuch. Das Festival verbindet die gemeinsame Sichtung mit Gesprächen und medienpädagogischen Angeboten. Die Filme richten sich vor allem an ein Publikum im Alter von etwa neun bis vierzehn Jahren.

Schulklassen können Vormittagsprogramme besuchen; weitere Vorstellungen sprechen Kinder und Familien am Nachmittag an. Unterschiedliche dokumentarische Formen eröffnen Zugänge zu Alltag, Beziehungen und gesellschaftlichen Fragen. Dabei gehört die Auseinandersetzung mit den Bildern zum Konzept: Kinder sollen Filme beurteilen, über ihre Beobachtungen sprechen und eigene Sichtweisen entwickeln können.

Selbst mit Kamera und Ton arbeiten

Die begleitenden Werkstätten greifen Film, Fotografie, Ton und Animation auf. Für 2026 sind vom 24. bis 27. November Workshops für die Klassenstufen fünf bis acht angekündigt. Eine Präsentation der entstandenen Arbeiten ist am 28. November vorgesehen. So stehen neben professionellen Dokumentarfilmen auch die Erfahrungen der teilnehmenden Kinder mit eigenen Medienproduktionen.

judoks knüpft an die langjährige kulturelle und medienpädagogische Arbeit von Kultur & Spielraum an. Zu dieser Vorgeschichte gehören filmbezogene Angebote der Spielstadt Mini-München sowie das frühere Kinderfilmfestival fast forward. Das heutige Dokumentarfilmfestival hat daraus ein eigenes Profil entwickelt: internationale Filme ansehen, die Auswahl mitgestalten und selbst mit filmischen Mitteln arbeiten. Auf der Festivalwebsite stehen die Filmprogramme, Hinweise für Schulklassen und Informationen zur Anmeldung für die Workshops.