Das Internationale Filmfest Braunschweig verbindet junges europäisches Kino mit einem ausgeprägten Interesse an Schauspiel und Filmmusik. Neben neuen Lang- und Kurzfilmen gehören Rückblicke auf künstlerische Arbeiten und Filmkonzerte zum Profil. Die Auswahl eröffnet verschiedene Zugänge: über frühe Regiearbeiten, einzelne schauspielerische Leistungen oder die Frage, wie Musik einen Film gestaltet.
Aus einer örtlichen Filminitiative entstanden
Die erste Ausgabe fand 1987 statt. Rund zwanzig Studierende und Absolventen einer Filmklasse sowie Mitglieder der Filmkoop brachten das Festival auf den Weg. Aus dieser ehrenamtlichen Initiative entwickelte sich eine Veranstaltung mit mehreren Wettbewerben und einem gemeinnützigen Verein als Träger. Der Bezug zur örtlichen Filmkultur blieb erhalten, während sich das Programm auf europäische Produktionen ausrichtete.
Seit 2002 bildet Filmmusik einen eigenen Schwerpunkt. Retrospektiven und Gespräche stellten unter anderem die Arbeit von Michael Nyman, Shigeru Umebayashi und Craig Armstrong vor. Bei Filmkonzerten treffen Leinwand und live gespielte Musik aufeinander; das Staatsorchester Braunschweig gehört zu den beteiligten Partnern. So lässt sich Musik sowohl als Bestandteil eines fertigen Films als auch als aufführbare Arbeit wahrnehmen.
Publikumsurteil, Jury und Schauspiel
Im Hauptwettbewerb stehen zwei Entscheidungsverfahren nebeneinander: Der Heinrich ist ein Publikumspreis, während eine Jury den Volkswagen Financial Services Filmpreis vergibt. Weitere Auszeichnungen haben eigene Aufgaben. Die EUROPA würdigt europäisches Schauspiel; der Braunschweiger Filmpreis richtet sich an den deutschsprachigen Schauspielnachwuchs. Für den Hauptwettbewerb berücksichtigt die Auswahlkommission europäische Debüt- und Zweitfilme; die Preisnominierung folgt auf die allgemeine Einreichung.
2024 erhielt Anja Plaschg den Braunschweiger Filmpreis für ihre Darstellung in „Des Teufels Bad“. Die Jury bestand in diesem Jahr aus der Schauspielerin Anne Ratte-Polle, der Castingdirektorin Deborah Congia und Preisstifter Klaus Buhlmann. Die Auszeichnung richtet sich auf die schauspielerische Leistung in einem ausgewählten Film. Die EUROPA wiederum würdigt das Werk etablierter europäischer Darstellerinnen und Darsteller.
Regionale Verbindungen sichtbar machen
Der Heimspiel-Preis betrachtet Filme mit einem Bezug zur Region. Dieser kann über beteiligte Filmschaffende, Ausbildung, Herstellung, Drehorte oder den erzählten Stoff entstehen. 2025 wurde Julia Roesler für „LUISA“ ausgezeichnet. Zur damaligen Jury gehörten Ann Claire Richter, Johannes Jancke und Wiebke Thomsen.
Für Filmteams ist außerdem die Unterscheidung zwischen Einreichung und Preisnominierung wichtig. Die allgemeine Auswahl bildet den Zugang zum Programm; eine Kommission ordnet geeignete Filme den jeweiligen Wettbewerben zu. Regionale Arbeiten und bestimmte Dokumentarfilme können dabei anderen Laufzeitregeln unterliegen als die allgemeine Lang- oder Kurzfilmauswahl.
- 20minmax
- Arc Film Festival
- Ballmertshofer Filmfest
- Bamberger Kurzfilmtage
- Bayerisches Kinder & Jugend Filmfestival
- Bayreuther Filmfest kontrast
- Der phantastische internationale Trashfilm
- Deutsches FernsehKrimi-Festival
- DOK Leipzig
- dresdner schmalfilmtage
- Europäisches Filmfestival Göttingen
- exf f. – tage des experimentellen films frankfurt
- Festival of Future Storytellers
- Filmfest Bremen
- Filmfest Schleswig-Holstein
- Filmfestival Max Ophüls Preis
- Filmfestival Radolfzell
- FILMKUNSTFEST Mecklenburg-Vorpommern
- FILMZ – Festival des deutschen Kinos
- FiSH Filmfestival Rostock
- flimmern&rauschen
- FrauenFilmTage Tübingen
- GEGENkino
- German International Ethnographic Film Festival – GIEFF
- Globale Mittelhessen
- Goldener Spatz
- HEIMAT EUROPA Filmfestspiele
- IM KASTEN Kurzfilmfestival
- Internationale Hofer Filmtage
- Internationale Kurzfilmtage Oberhausen
- Internationale Kurzfilmtage Winterthur
- Internationale Thüringer Poetryfilmtage
- Internationales Filmfest Braunschweig
- Internationales Filmfest Oldenburg
- judoks
- Jugend-Film-Fest Schleswig-Holstein
- Kinderfilmfest im Land Brandenburg
- KINOLINO – Filmfest für junges Publikum
- KUNSTGRIFF ROLLE
- KURZSUECHTIG – Mitteldeutsches Kurzfilmfestival
- La.Meko – Internationales Kurzfilmfestival Landau
- LeoLiese – Kinder- und Jugendfilmfest
- LusOFest
- Mittelfränkisches Jugendfilmfestival
- Monstrale
- MOVE IT! Filmfestival
- Naturfilmfest Lüneburger Heide – Films for Future
- NaturVision Filmfestival
- NEISSE NYSA NISA FILM FESTIVAL
- Neubrandenburger Jugendmedienfest
- OderKurzfilmtag
- One Shot Kurzfilmfestival
- queerfilm festival Bremen und Bremerhaven
- Queerfilmfest Kassel
- QueerFilmFest Rostock
- Rabazz – Kinder- und Jugendfilmfest Leipzig
- Randfilmfest
- RETURN International Film & Art Festival
- Schwäbisches Kinder & Jugend Filmfestival
- Sehsüchte
- Snowdance Independent Film Festival
- Tatort Eifel
- Transit Filmfest
- Türkische Filmtage München
- Uelzener Filmtage
- Underdog Film Festival Wolfsburg
- Vienna Shorts
- VISIONALE Leipzig
- Wendland Shorts

