Das Neubrandenburger Jugendmedienfest gibt jungen Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern eine Bühne für eigene Filme und Audioproduktionen. Veranstalter ist Latücht – Film & Medien e. V. in Zusammenarbeit mit Mediatop Neubrandenburg. Im Kino Latücht treffen Arbeiten aus Schulen, Freizeitprojekten und Medienwerkstätten auf selbstständig entwickelte Produktionen. Das Angebot richtet sich an Teilnehmende von fünf bis 25 Jahren. Es verbindet die öffentliche Präsentation mit Gesprächen, Auszeichnungen und Begegnungen zwischen den jungen Teams.

Drei Wettbewerbe mit unterschiedlichen Medien

Die 31. Ausgabe fand vom 10. bis 12. Juni 2026 statt. Für das Festival waren 79 Beiträge eingereicht worden. Jeder Tag hatte einen eigenen Schwerpunkt: Am 10. Juni stand der Audiowettbewerb Freisprecher auf dem Programm, am 11. Juni folgte der Schulvideowettbewerb Video macht Schule. Den Abschluss bildete am 12. Juni der Jugendvideowettbewerb Die große Klappe. Hörspiele und Podcasts erhalten damit einen eigenen Rahmen neben den Filmproduktionen.

Die Filme können sehr unterschiedlich entstehen und aussehen. Zum Spektrum gehören Spiel- und Dokumentarfilme, Animationen, experimentelle Arbeiten und Musikvideos. Schulische Gruppenprojekte stehen neben Produktionen aus der Freizeit oder aus betreuten Werkstätten. Diese Vielfalt zeigt, wie junge Menschen Erlebnisse, gesellschaftliche Fragen und eigene Ideen mit Bild und Ton gestalten. Die einzelnen Wettbewerbe ermöglichen dabei einen Vergleich innerhalb verschiedener Arbeitszusammenhänge.

Auszeichnungen und Begegnungen 2026

Im Schulvideowettbewerb wurde Im falschen Film ausgezeichnet, eine Arbeit aus Rostocker Klassen der Jahrgangsstufen sieben und acht. Den Hauptpreis im Jugendvideowettbewerb erhielt Alma. Der Film entstand im Umfeld der Medienwerkstatt Zebrastreifen auf dem Darß und der Deutschen Naturfilmstiftung. Die Festivalinformationen von Latücht dokumentieren den Rückblick und die Preisträger der Ausgabe.

Das Begleitprogramm führte über die regionalen Wettbewerbe hinaus. Sechs Kurzfilme aus der französischen Partnerstadt Nevers eröffneten einen Blick auf andere junge Filmgruppen; beteiligt waren das Lycée Alain Colas und L’ACNE. Als Abendfilme waren Offline und Babystar vorgesehen. Hinzu kamen Improvisation mit Performarium und Musik der Band June. So entstanden zwischen Vorführungen und Preisverleihungen weitere Anlässe, andere Teilnehmende kennenzulernen, sich über die eigene Arbeit auszutauschen und gemeinsam Kino zu erleben.