Die Globale Mittelhessen ist ein politisches Dokumentarfilmfestival mit Spielorten in der ganzen Region. Seit 2009 verbindet sie Kinovorführungen mit Gesprächen über globale Gerechtigkeit, gesellschaftliche Konflikte und Möglichkeiten der Veränderung. Das selbstorganisierte, nichtkommerzielle Festival verzichtet bewusst auf einen Wettbewerb zwischen den Filmen. Im Zentrum stehen die Themen und die Diskussion mit dem Publikum. Nach Möglichkeit nehmen Filmschaffende, Fachleute oder Menschen aus sozialen Bewegungen an den Gesprächen teil.

Filme und Diskussionen in der Region

Die Ausgabe 2026 findet vom 23. Oktober bis zum 8. November statt. Das Programm verteilt sich unter anderem auf Marburg und Gießen sowie auf Biebertal, Greifenstein, Wettenberg, Weilburg und Heuchelheim. Weitere Veranstaltungen sind in Lollar, Ehringshausen, Bad Nauheim, Kirchhain, Lahntal und Cölbe angesetzt. Auch Pohlheim, Staufenberg, Wetzlar, Herborn und Linden gehören zum veröffentlichten Spielplan. Der Gesamtzeitraum umfasst damit viele einzelne Termine an unterschiedlichen Orten.

Zur Eröffnung am 23. Oktober in Marburg ist Materia Prima von Jens Schanze angekündigt. Das vollständige Festivalprogramm nennt Filme, Veranstaltungsorte, Beginnzeiten und vorgesehene Gesprächsgäste. Für die Besuchsplanung lohnt sich der Blick auf den jeweiligen Eintrag: Ein Film kann an mehreren Orten laufen, während die anschließende Diskussion jeweils anders besetzt sein kann. Die Verbindung mit örtlichen Gruppen macht die einzelnen Veranstaltungen zu eigenständigen Begegnungen innerhalb des gemeinsamen Festivals.

Dokumentarfilme für 2027 einreichen

Für das Programm 2027 können Dokumentarfilme bis zum 30. April 2027 eingereicht werden. Gesucht werden Arbeiten zu Fragen wie Globalisierung, Arbeit, Migration, Klima, Armut und sozialen Bewegungen. Die Laufzeit darf höchstens 120 Minuten betragen. Filme sollen auf Deutsch oder Englisch vorliegen oder entsprechende Untertitel haben. Als Vorführformate nennt das Reglement HD-Dateien, DCP und Blu-ray. Die aktuellen Bedingungen sind über die offizielle Ausschreibung zugänglich.

Zum regionalen Netzwerk gehören neben Motivés e. V. weitere Vereine, Initiativen und engagierte Einzelpersonen. Wer selbst mitarbeiten möchte, kann sich bei Filmauswahl, Programmorganisation, Katalog und Öffentlichkeitsarbeit beteiligen. Das Festival verbindet so internationale dokumentarische Perspektiven mit einer Veranstaltungsstruktur, die in Mittelhessen vor Ort getragen wird.