Die FrauenFilmTage Tübingen zeigen internationale Spiel- und Dokumentarfilme über Frauenrechte und das Leben von Frauen in unterschiedlichen Gesellschaften. Das Festival findet im Umfeld des Internationalen Frauentags am 8. März statt. Organisiert wird es überwiegend ehrenamtlich von der Städtegruppe Tübingen/Reutlingen der Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES. Filme und Gespräche mit Filmschaffenden sowie Aktivistinnen bilden den Kern des Programms.

Die Veranstaltung entstand aus einer längeren Tübinger Festivaltradition. Von 2001 bis 2019 richtete TERRE DES FEMMES dort das Filmfest FrauenWelten aus. Nachdem dieses nach Berlin wechselte, entwickelte die Anfang 2020 gegründete Städtegruppe ein eigenes Nachfolgeprojekt. Die ersten FrauenFilmTage präsentierten im März 2020 sechs Filme im Kino Museum. Die heutige Tübinger Veranstaltung und das Filmfest FrauenWelten in Berlin sind deshalb als getrennte Festivals zu betrachten.

Die Auswahl verbindet persönliche Geschichten mit gesellschaftlichen Fragen. Gewalt gegen Frauen, Selbstbestimmung und Handlungsmöglichkeiten stehen dabei in konkreten Lebenszusammenhängen. Zum Umfeld des Festivals gehören Kooperationen mit dem Kino Museum, dem Deutsch-Amerikanischen Institut, der Stadt Tübingen, dem FrauenNetzwerk 8. März und den Filmtagen Tübingen. Neben den Kinovorführungen sieht das Konzept auch Begegnungen in Schulen und Gesprächsrunden vor.

Die siebte Ausgabe lief vom 25. Februar bis 1. März 2026. Nach dem Rückblick des Veranstalters umfasste sie zehn Dokumentar- und Spielfilme aus elf Ländern und erreichte mehr als 1.100 Besucherinnen und Besucher. Zur Eröffnung mit „Girls Don’t Cry“ waren Regisseurin Sigrid Klausmann und Produzent Walter Sittler zu Gast. Auch die im Film porträtierte jesidische Aktivistin Jihan Alomar nahm am anschließenden Gespräch teil.

Ein weiterer Schwerpunkt dieser Ausgabe war „The Last Ambassador“. Die afghanische Botschafterin in Wien, Manizha Bakhtari, begleitete den Dokumentarfilm über ihren Einsatz für die Rechte afghanischer Frauen und Mädchen. Solche Begegnungen ergänzen die filmische Perspektive um die Erfahrungen der beteiligten Personen. Die achte Ausgabe ist für den 3. bis 7. März 2027 angekündigt. Zusätzlich veranstaltet die Gruppe einzelne Filmabende außerhalb des Festivalzeitraums; diese ergänzen die Arbeit der FrauenFilmTage und haben eigene Termine.