Das NaturVision Filmfestival verbindet Natur- und Tierbeobachtung mit Fragen nach dem Umgang mit der Umwelt. Seine Geschichte begann 2002 im Bayerischen Wald; seit 2012 ist Ludwigsburg der Festivalstandort. Im Programm stehen Tierverhalten und Lebensräume neben den Folgen menschlicher Eingriffe in die Natur. Dokumentarische Beobachtung und gesellschaftliche Fragen gehören dabei zusammen.

Vom Naturfilm zur Umweltdebatte

Die Wettbewerbspreise zeigen, wie unterschiedlich das Festival seinen Gegenstand betrachtet. 2025 erhielt „Orcas – Herrscher der Meere“ den Deutschen Wildlife Filmpreis. „Scars of Growth“ wurde mit dem Deutschen Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. „Where We Used To Sleep“ gewann den Newcomerfilmpreis. Die Auszeichnungen erfassen damit unterschiedliche Aufgaben: Tier- und Umweltfilme ebenso wie die Arbeit des filmischen Nachwuchses. Eigene Auszeichnungen für Kamera, Musik und das Erzählen lenken den Blick außerdem darauf, wie ein Film seine Wirkung entwickelt.

Zum Spektrum gehört auch Animation. „Flow“ erhielt 2025 sowohl den NaturVision Filmmusikpreis als auch den Preis der „Hallo Ludwigsburg“-Publikumsjury. Die Kinder- und Jugendjurys vergeben wiederum eigene Auszeichnungen. 2025 ging der Kinderjurypreis an „Das echte große Krabbeln: Häuschen am Strand“, der Jugendjurypreis an „Schweden – Ruf der Wildnis“. Beide Auszeichnungen machen die Perspektive jüngerer Zuschauer im Wettbewerb sichtbar.

Festival und Filmvermittlung

In Ludwigsburg ist NaturVision mit verschiedenen Kultur- und Bildungseinrichtungen verbunden. Zu den Kinopartnern zählen Central und Union. Auch das Internationale Trickfilm-Festival Stuttgart gehört zu den Partnern und steuert Animationskurzfilme zum Open-Air-Programm bei. Für die Ausgabe 2025 gab es ein eigenes Fachbesucherprogramm. Solche Angebote ermöglichen, die Herstellung und Vermittlung von Natur- und Umweltfilmen über die einzelne Vorführung hinaus zu betrachten.

Die organisatorische Grundlage änderte sich 2023: Seit September dieses Jahres besteht die NaturVision Ludwigsburg gGmbH mit der Stadt als Gesellschafterin. Filmkultur und Bildungsarbeit gehören zum Selbstverständnis des Veranstalters. Zum Bildungsprogramm gehörten unter anderem Schulvorstellungen und das Ferienangebot „Hallo Stadtnatur – Kleine Helden“. Die Förderung dieser Angebote ist auf der Partnerseite des Veranstalters dokumentiert.

Pause im Jahr 2026

Für 2026 hat der Veranstalter das Festival und sein Jahresprogramm ausgesetzt. Konzept, Struktur und Finanzierung werden überprüft.