Das Bayerische Kinder & Jugend Filmfestival, kurz BKJFF, zeigt Filme, die junge Menschen in Bayern selbst hergestellt haben. Es verbindet ein Kinderprogramm mit einem Jugendwettbewerb und findet alle zwei Jahre an wechselnden Orten im Freistaat statt. Veranstalter sind der Bayerische Jugendring und das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, gemeinsam mit dem jeweils beteiligten Bezirksjugendring.

Die Geschichte begann 1989. Heute ist die landesweite Veranstaltung mit einem Netz regionaler Festivals verbunden. Dazu zählen die JUFINALE-Veranstaltungen in mehreren Regierungsbezirken, flimmern&rauschen in München und das Mittelfränkische Jugendfilmfestival. Diese Veranstaltungen haben eigene Termine und Programme. Sie dienen zugleich als Auswahlorte für Filme, die anschließend auf der bayerischen Ebene gezeigt werden.

Für das Jugendprogramm ist diese Nominierung entscheidend. Die regionalen Festivals wählen nach der veröffentlichten Profilbeschreibung jeweils drei bis fünf Preisträgerfilme und einen Beitrag zum Sonderthema aus. Für das Jugendprogramm werden die Beiträge somit bereits auf regionaler Ebene ausgewählt. Die Filme erzählen aus der Lebenswelt der jungen Beteiligten; deren eigene gestalterische Arbeit gehört zum Kern des Festivalverständnisses.

Das Kinderprogramm hat einen eigenen Auswahlweg. Neben regional ausgezeichneten und durch Medienfachberatungen nominierten Arbeiten sind auch direkte Einreichungen vorgesehen. Eine Kinderjury vergibt die Kinderfilmpreise. 2026 bestand sie aus fünf Kindern zwischen zehn und vierzehn Jahren, die aus 22 Produktionen zwei Preisträger auswählten. Die beiden Kategorien richteten sich nach dem Alter der Filmemachenden: bis acht sowie neun bis zwölf Jahre. Workshops ergänzen die Vorführungen und ermöglichen gemeinsames praktisches Arbeiten.

Die Ausgabe 2026 fand vom 23. bis 26. Juli in Augsburg statt. Kooperationspartner war der Bezirksjugendring Schwaben; außerdem beteiligte sich die Stiftung Forum Recht. Das Sonderthema des Festivalzyklus 2025/26 hieß „Gerechtigkeit“. Die Programme verbanden Filme von Kindern für Kinder, Kurzfilme für ein Publikum über zwölf Jahren und Aktionen zum Mitmachen. Eine Junior-Festivalleitung unter dem Namen „About us“ war ebenso beteiligt wie eine eigene Kinderjury.

Gefördert wurde diese Ausgabe unter anderem durch das Bayerische Sozialministerium, die bayerischen Bezirke, die Bayerische Landeszentrale für neue Medien sowie Stadt und Landkreis Augsburg. Die örtlichen Partner und Spielorte beziehen sich auf diesen Jahrgang.