KURZSUECHTIG zeigt seit 2004 kurze Filme aus Mitteldeutschland in Leipzig. Veranstalter ist der Verein KURZSUECHTIG e. V. Die 24. Ausgabe findet vom 7. bis zum 11. April 2027 in der Schaubühne Lindenfels und weiteren Leipziger Kulturhäusern statt. Das Festival verbindet unterschiedliche filmische Formen mit einem gemeinsamen regionalen Bezug.

Sechs Zugänge zum kurzen Format

Für 2027 umfasst die Ausschreibung die Kategorien Animation, Dokumentarfilm, Fiktion, Experimentalfilm und Kinderfilm sowie Extended Reality. Die Einreichung ist kostenlos und bis zum 3. Januar 2027 möglich. Filme und XR-Projekte dürfen höchstens 30 Minuten lang sein und müssen 2025 oder später produziert worden sein. Für die Vorauswahl wird eine digitale Sichtungsfassung benötigt.

Der mitteldeutsche Bezug kann auf mehreren Wegen entstehen. Mindestens eine verantwortliche Person aus Regie, Drehbuch, Produktion oder Kamera kann in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen leben. Alternativ genügt nach den Regeln ein entsprechender Bezug durch Dreh oder Postproduktion in diesen Ländern. Eine Sonderregel berücksichtigt Personen, die aus Mitteldeutschland zum Studium weggezogen sind; ihr Studienabschluss darf höchstens zwei Jahre zurückliegen.

Auswahl und Vorführung

Das Reglement verlangt die Offenlegung eingesetzter KI-Anwendungen. Vollständig automatisch erzeugte Arbeiten ohne maßgebliche künstlerische Gestaltung sind ausgeschlossen. Für ausgewählte Filme gelten gesonderte Vorgaben zur Vorführkopie; bei XR-Projekten erfolgt die technische Abstimmung individuell. Die Benachrichtigung über die Auswahl soll bis zum 28. Februar 2027 erfolgen.

Die vollständigen Einreichregeln erläutern außerdem die Nutzungen im Festival und auf Tournee. Ausgewählte Arbeiten können bis zu dreimal während des Festivals gezeigt werden. Für Gewinnerfilme sind anschließend bis zu 15 zusätzliche Vorführungen im selben Kalenderjahr vorgesehen. Diese Regelung ist für Filmteams bei der Planung weiterer Auswertungen relevant.

Regionale Filme vor gemeinsamem Publikum

Der Rückblick auf 2026 zeigt die Verbindung von Wettbewerb und Kinobegegnung: Der Veranstalter berichtete von rund 2.800 Besuchen und 26 Filmen in vier Wettbewerben. XR-Arbeiten waren in der Heilandskirche zu erleben. Im Dokumentarfilmwettbewerb erhielt „Spiegelberg“ von Adrian Sagolla sowohl den Jury- als auch den Publikumspreis. „Detlev“ von Ferdinand Ehrhardt gewann den Publikumspreis für Animation.

Für Filmschaffende bündelt KURZSUECHTIG damit verschiedene Formen kurzer Arbeiten aus derselben Produktionsregion. Das Festival findet in Leipzig statt; der regionale Bezug der eingereichten Filme reicht über Sachsen hinaus nach Sachsen-Anhalt und Thüringen.