Das Europäische Filmfestival Göttingen zeigt seit 1980 europäisches Kino und setzt einen Schwerpunkt auf Filme aus Nordeuropa. Veranstalter ist die Film- und Kino-Initiative Göttingen e. V. Die 47. Ausgabe findet vom 19. bis 29. November 2026 statt. Zum Festival gehören Vorführungen in den Kinos Lumière und Méliès sowie Begegnungen an weiteren Orten in der Stadt. Filmgespräche eröffnen dem Publikum Einblicke in die Arbeit hinter den gezeigten Produktionen.

Europäisches Kino und neue deutsche Spielfilme

Für den 20. November 2026 ist der Eröffnungsfilm Das letzte Paradies auf Erden angekündigt. Regisseur Sakaris Stórá soll seinen Film persönlich vorstellen. Der Festivalspace Luna und Veranstaltungen im KAZ ergänzen die Kinovorführungen. Das offizielle Festivalprogramm führt die Filme, Gäste und jeweiligen Spielorte zusammen.

Seit 2025 gibt es den Wettbewerb Neues Deutsches Kino. Sechs nominierte Spielfilme konkurrieren um die Göttinger Liesel, einen mit 2.500 Euro dotierten Preis. Für die Ausgabe 2026 waren Filme ab 60 Minuten zugelassen, die nach dem 1. Januar 2025 entstanden sind. Gefordert war eine deutsche Produktion oder eine Regieperson, die in Deutschland lebt und arbeitet. Eine vorherige kommerzielle Auswertung in Deutschland war ausgeschlossen. Nicht deutschsprachige Filme benötigen deutsche Untertitel.

Kurze Formen und Filme aus der Umgebung

Der seit 2020 bestehende Kurzfilmwettbewerb Mach mal halblang! umfasst ein internationales Programm und einen Lokalblock. Die Ausschreibung 2026 richtete sich an europäische Spiel- und Dokumentarfilme bis 15 Minuten, ebenfalls mit Produktion nach dem 1. Januar 2025. Für den Lokalblock galt Göttingen mit einem Umkreis von 50 Kilometern. Eine zusätzliche Bewerbung lokaler Arbeiten für den internationalen Wettbewerb war möglich.

Im internationalen Kurzfilmwettbewerb werden ein Hauptpreis von 1.000 Euro sowie Klangbild- und Publikumspreis mit jeweils 500 Euro vergeben. Der Lokalblock wird ohne Preis gezeigt. Englische Untertitel sind für die eingereichten Kurzfilme erforderlich. Werbung und Imagefilme gehören nicht zur Auswahl.

Einreichungen für 2026

Die Filmannahme über FilmFreeway endete am 15. August 2026. Bis zur frühen Frist am 15. Juli kosteten internationale Kurzfilme fünf Euro und Spielfilme 20 Euro, anschließend zehn beziehungsweise 40 Euro. Die lokale Kurzfilmeinreichung war kostenlos. Die Teilnahmebedingungen sehen vor, dass ein Mitglied des Filmteams den ausgewählten Wettbewerbsfilm vorstellt.