exf f. – tage des experimentellen films frankfurt widmet sich dem Kino jenseits gewohnter Erzählformen. Das Festival verbindet historische Arbeiten mit gegenwärtigem Experimentalfilm und betrachtet dabei auch das Material, auf dem Filme entstehen und gezeigt werden. Super-8-, 16-mm- und 35-mm-Kopien gehören ebenso dazu wie digitale Produktionen und restaurierte Digitalfassungen. Austragungsorte sind die pupille – kino in der uni und das Kino des DFF in Frankfurt am Main. Hinter dem Festival stehen Martin Klein, Larissa Krampert und Björn Schmitt.

Filmgeschichte und gegenwärtige Experimente

Die Ausgabe vom 10. bis 13. September 2026 setzte mehrere Schwerpunkte, die unterschiedliche Arbeitsweisen sichtbar machten. Ein dreiteiliges Programm widmete sich Robert Nelson. Weitere Vorführungen beschäftigten sich mit frühen Filmen von Mattijn Seip und den Arbeiten von Shellie Fleming. Els van Riels Filme sowie Utako Koguchis O-DE-KA-KE Diary 1 und O-DE-KA-KE Diary 2 ergänzten die Auswahl. Eine analoge Hommage galt Klaus Telscher. Solche Zusammenstellungen ermöglichen es, einzelne Werke im Zusammenhang einer künstlerischen Praxis zu sehen und dabei Veränderungen in Form, Rhythmus und Wahrnehmung zu verfolgen.

Zum Programm gehörten außerdem Arbeiten von Jorge Suárez Quiñones Rivas und Yonay Boix sowie von Karl Kels. Den Abschluss bildete Paul Sharits’ Declarative Mode. Die Auswahl führte damit durch unterschiedliche Generationen und Produktionszusammenhänge. Das offizielle Programm ordnet die Filme den einzelnen Vorstellungen zu und nennt die verwendeten Vorführformate.

Die Projektion als Teil des Ereignisses

Zur Eröffnung 2026 war die Film- und Klangperformance von Cellule d’Intervention Metamkine angesetzt. Damit reicht das Festival über die Vorführung einer abgeschlossenen Filmkopie hinaus: Bild, Ton und ihre Aufführung können selbst zum Gegenstand des Abends werden. Für Besucherinnen und Besucher, die sich für experimentelle Bildgestaltung, Montage oder das Verhältnis von Film und Klang interessieren, liegt darin ein besonderer Zugang zum Programm.

Das Festivalarchiv erschließt die Ausgaben von 2021 bis 2025. Frühere Programme bleiben dadurch auch nach den Veranstaltungstagen nachvollziehbar. Gemeinsam mit den Angaben zu Künstlerinnen, Künstlern und Kopien bietet das Archiv einen Ausgangspunkt, um einzelne Entdeckungen weiterzuverfolgen und unterschiedliche Formen des experimentellen Kinos kennenzulernen.