Das One Shot Kurzfilmfestival zeigt Filme mit Bezug zum Saarland. Seit der ersten Ausgabe im Mai 2018 bringt es regionale Filmteams und Publikum im Kino 8½ in Saarbrücken zusammen. Die Idee zur Veranstaltung entstand bereits 2017. Am 9. Mai 2026 fand die achte Ausgabe statt, mit 15 Filmen in vier Programmblöcken.

Ein regionaler Bezug mit mehreren Zugängen

Für One Shot kann der Saarlandbezug auf verschiedenen Wegen entstehen: über den Wohnort oder die Herkunft von Beteiligten, über den Drehort oder über das Thema eines Films. Die Verbindung zur Region ist somit weiter gefasst als eine bloße Produktionsadresse. Zugelassen sind unterschiedliche Genres und Erfahrungsstufen. Auch Menschen, die erst mit dem Filmemachen beginnen, können ihre Arbeit vorschlagen.

Das Programm 2026 umfasste Spiel- und Dokumentarfilme, Animation und musikalische Arbeiten. Zu den gezeigten Titeln gehörten „Der Saarbrücker Antiquar“ von Günter W. Melling und Jonas Theis, „102“ von Susina Lange, „Vier Viertel im Viertel“ von Zoë Didié sowie „Ritalin & Brause“ von Jürgen Mißbach. Die Programmübersicht stellt die einzelnen Filme und ihre Teams vor.

Goldene und Bunte Lyoner

Das Festival verbindet die Auswahl mit Jury- und Publikumspreisen. Die Jury vergibt die Goldene Lyoner, die mit 500 Euro dotiert ist. Das Publikum entscheidet über die Bunte Lyoner; die dafür aufgeführten Preisgelder betragen 300, 200 und 100 Euro. Die Auszeichnungen gehören zu derselben Veranstaltung und würdigen die Filme aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Der gemeinsame Kinotag macht die Bandbreite des regionalen Filmschaffens sichtbar. Die vier Blöcke der Ausgabe 2026 ordneten die 15 ausgewählten Arbeiten zu einem zusammenhängenden Programm. Der Veranstaltungsort Kino 8½ und die regionale Ausrichtung bilden den Rahmen dieser Auswahl.

Einreichung für 2026

Die verlängerte Einreichfrist der achten Ausgabe endete am 15. April 2026. Die Teilnahme war kostenlos, die maximale Filmlänge betrug 15 Minuten. Deutschsprachige Arbeiten wurden bevorzugt; Filme in anderen Sprachen konnten mit Untertiteln eingereicht werden. Die Übermittlung erfolgte ausschließlich elektronisch über einen Downloadlink. Physische Datenträger waren für die Anmeldung nicht vorgesehen.

Die Einreichseite beschreibt außerdem die technischen Empfehlungen für den Export und die benötigten Angaben zum Film. Die dort erläuterte Altersgrenze von 18 Jahren betrifft den Festivalbesuch wegen der fehlenden FSK-Prüfung der gezeigten Filme. Sie beschreibt damit den Zugang zu den Vorführungen.