Das 3F2B – Festival du Film Francophone de Bienne zeigt französischsprachiges Kino in Biel/Bienne. Seine erste Ausgabe fand vom 16. bis 20. September 2026 statt. Das Festival betrachtet die Frankophonie als einen kulturellen Raum, der über Frankreich hinausreicht: Filme aus der Schweiz, Belgien, dem französischsprachigen Kanada und afrikanischen Ländern gehören ebenso zu seinem Auswahlprofil.

Kino in einer zweisprachigen Stadt

Die Begegnung zwischen französisch- und deutschsprachigem Publikum prägt das Konzept. Viele Filme werden mit deutschen Untertiteln gezeigt. Gespräche mit Gästen bieten einen weiteren Zugang zu den Produktionen und ihrer Entstehung. Dabei sind die Sprachfassungen der Filme und die Sprache eines Gesprächs getrennt zu beachten: Eine Simultanübersetzung der Begegnungen sieht das Festival nicht vor.

Das 3F2B wird von einem eigenen Team getragen. Dazu gehören Kinounternehmerin Edna Epelbaum, Virginie Borel vom Forum für die Zweisprachigkeit und Laurent Sandoz. Jenny Baumat verantwortet das Programm; Elisa Cavaglion und Vera Urweider arbeiten in Organisation und Kommunikation. Das Festival ist eine neue Initiative in Biel und hat eine eigene Programmgestaltung.

Spielorte und Begegnungen

Die erste Ausgabe nutzte die Kinos Rex und Apollo. Im Cocuma neben dem Rex entstand eine CinéLounge als Treffpunkt rund um die Vorstellungen. Das Programm verband Filme und Gespräche mit besonderen Angeboten für jüngere Besucherinnen und Besucher. Für Kinder war beispielsweise eine Vorführung von Le Secret des Mésanges in Zusammenarbeit mit La Lanterne Magique vorgesehen. Schulen konnten eigene Vorstellungen besuchen.

Auch unterschiedliche Zugangsbedürfnisse wurden berücksichtigt. Eine inklusive Vorführung von Derborence arbeitete mit angepasstem Licht und Ton. Die Besuchsinformationen erläuterten zudem Rollstuhlzugang und technische Hilfen. Solche Angebote beziehen sich auf konkrete Vorstellungen und Spielorte; für einen Besuch lohnt sich der Blick auf deren jeweilige Ausstattung.

Jugendjury und praktische Planung

Eine Jugendjury brachte eine zusätzliche Perspektive in die erste Ausgabe ein. Fünf junge Jurymitglieder bewerteten die ausgewählten Wettbewerbsfilme unter dem Präsidium von Laurence Gogniat. Ausgezeichnet wurde Congo Boy. Die Bewerbung für diese Jury war ein eigenes Beteiligungsangebot und keine Ausschreibung für Filme.

Für den Kinobesuch bot das Festival Einzelkarten sowie eine Karte für zehn Eintritte an. Reservierte Tickets mussten rechtzeitig abgeholt werden. Die veröffentlichten Informationen unterschieden außerdem zwischen regulären Vorstellungen, Schulangeboten und besonderen Veranstaltungen. Das erleichtert die Planung eines einzelnen Kinotags ebenso wie den Besuch mehrerer Filme über die Festivalwoche hinweg.