Das Gässli Film Festival ist ein Basler Kurzfilmfestival mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Förderung regionaler Nachwuchstalente. Internationale Gäste, Filmgespräche und Wettbewerbe verbinden das lokale Filmschaffen mit Erfahrungen aus anderen Teilen der Branche. Nach der ausdrücklich angekündigten Pause für 2025 befindet sich das Festival in einer Entwicklungsphase. Die Einreichung ist geschlossen.

Nachwuchs und internationale Begegnungen

Veranstalter ist der gemeinnützige Verein für die Förderung der Begeisterung am bewegten Bild, kurz VFBbB. Er möchte junge Menschen aus der Region Basel zum Filmemachen ermutigen und ihnen eine öffentliche Plattform geben. Das Festival vermittelt deshalb nicht nur fertige Filme, sondern auch Einblicke in ihre Entstehung. Gespräche mit erfahrenen Filmschaffenden gehören ebenso zum Profil wie die Präsentation neuer Arbeiten.

Die Jury verbindet Film- und Kulturfachleute mit eingeladenen Persönlichkeiten. Für ausgezeichnete Filme steht der Basil, eine Preisfigur in Gestalt des Basler Basilisken. Die Selbstdarstellung nennt mehrere Wettbewerbskategorien und hebt die gezielte Förderung des regionalen Nachwuchses hervor. Internationale Beteiligung und ein Bezug zur Basler Filmszene gehören dabei zum selben Festivalkonzept.

Gäste aus unterschiedlichen Filmberufen

Die eigene Ehrengäste-Liste dokumentiert Begegnungen seit 2009. Zu den Gästen gehörten Dani Levy im Jahr 2009, Sabine Boss 2015 und die Produzentin Christine Vachon 2019. 2021 waren unter anderem die Animationsfilmer Michael Dudok de Wit, Claude Barras und Simon Otto eingeladen. Auf Christian Frei 2022 und Christoph Schaub 2023 folgte Susanne Regina Meures als Ehrengästin 2024.

Diese Reihe verbindet Spielfilm, Dokumentarfilm, Animation und Produktion. Für den Nachwuchs eröffnen solche Begegnungen unterschiedliche Perspektiven auf kreative Entscheidungen und berufliche Wege. Das Festivalarchiv verlinkt Interviews und Eindrücke; die ersten zehn Jahre wurden außerdem in einer Jubiläumspublikation zusammengefasst.

Festivalpause und Filmhaus

Die Veranstalter begründen die Pause mit einer notwendigen Planungsphase sowie personellen und finanziellen Belastungen. Sie unterscheiden dabei ausdrücklich zwischen dem Festival und der übrigen Arbeit im Filmhaus Basel. Das Residenzprogramm bleibt bestehen, und das Filmhaus kann weiterhin gemietet oder für Veranstaltungen genutzt werden.

Für Interessierte ist diese Trennung wesentlich: Ein Angebot des Filmhauses bedeutet noch keine neue Festivalausgabe. Meldungen zur weiteren Entwicklung veröffentlicht das Team über seine Website und den Newsletter. Das Profil bleibt damit ein Zugang zur Basler Nachwuchsförderung und ihrer Geschichte, ohne eine aktuell offene Wettbewerbsrunde zu versprechen.