Palestine, Filmer C’est Exister ist ein Genfer Filmfestival für palästinensisches Kino. Die fünfzehnte Ausgabe ist vom 25. bis zum 29. November 2026 angekündigt. Spiel- und Dokumentarfilme werden zu thematischen Programmen zusammengestellt und durch Begegnungen mit Filmschaffenden ergänzt. Das vollständige Programm soll am 28. Oktober veröffentlicht werden.

Filme aus palästinensischen Perspektiven

Das Festival zeigt Arbeiten palästinensischer Regisseurinnen und Regisseure unabhängig davon, wo sie leben. Ihre Filme erzählen von Alltag, gesellschaftlichen Verhältnissen, Exil und den Folgen politischer Konflikte. Im Zentrum stehen die jeweiligen künstlerischen Perspektiven. Gespräche mit den Gästen ermöglichen es, nach Entstehungsbedingungen, Erzählformen und der Verbindung zwischen persönlicher Erfahrung und filmischer Arbeit zu fragen.

Die Auswahl folgt einem oder mehreren thematischen Schwerpunkten. Das Erscheinungsjahr eines Films ist dabei nicht das alleinige Kriterium. So können ältere und neuere Arbeiten gemeinsam einen Blick auf ein Thema eröffnen. Frühere Ausgaben widmeten sich etwa dem Exil, den Perspektiven palästinensischer Regisseurinnen oder Erfahrungen des Eingeschlossenseins. Ein weiterer Schwerpunkt galt jungen Filmschaffenden, die ihre eigene Gesellschaft hinterfragen.

Ein Verein mit Genfer Wurzeln

Gegründet wurde die Veranstaltung 2012 vom Collectif Urgence Palestine Genève. Anlass war das zehnjährige Bestehen der zivilen Missionen nach Palästina. Seit 2014 trägt ein eigenständiger gemeinnütziger Verein das Festival, dessen Organisationskomitee weitgehend ehrenamtlich arbeitet. Céline Brun koordiniert die Veranstaltung; Fayçal Hassairi verantwortet die Filmrecherche.

Zu den Genfer Spielstättenpartnern zählen das Spoutnik, die Cinémas du Grütli und das Musée d’ethnographie de Genève. Weitere Kooperationen verbinden das Festival mit Kulturorten in der französischsprachigen Schweiz. Die jährliche Ausgabe liegt um den 29. November, den Internationalen Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk.

Festivalwoche und einzelne Filmabende

Neben der zusammenhängenden Novemberausgabe organisiert der Verein einzelne Vorführungen. Für den 17. November 2026 ist im Spoutnik Off Frame AKA Revolution Until Victory von Mohanad Yaqubi angekündigt. Der Film aus dem Jahr 2016 beschäftigt sich mit dem palästinensischen revolutionären Kino und dessen Bildsprache. Dieser Abend geht der eigentlichen Festivalwoche voraus.

Die offizielle Website führt zum aktuellen Programm und zu den einzelnen Vorstellungen. Das Archiv erschließt frühere Ausgaben und ihre Themen. Damit lässt sich das Festival sowohl als Ort für einen konkreten Kinobesuch als auch als Zugang zu unterschiedlichen Generationen palästinensischen Filmschaffens nutzen.