Das Human Rights Film Festival Berlin, kurz HRFFB, zeigt internationale Dokumentarfilme über Menschenrechte und über Menschen, die für sie eintreten. Die Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger gründete das Festival 2018. Filmvorführungen, Gespräche und Angebote zum gesellschaftlichen Engagement gehören zusammen. Die achte Ausgabe fand vom 10. bis 18. April 2026 unter dem Motto „Where Stories Fight Back“ statt.

Dokumentarfilme und Gespräche

Das Programm beschäftigt sich unter anderem mit Klimagerechtigkeit, humanitären Krisen, politischer Verfolgung und gesellschaftlicher Teilhabe. Gespräche mit Filmteams, Fachleuten und Aktivistinnen und Aktivisten vertiefen die Themen. Mit dem Bereich „Human Rights Action“ verbindet das Festival seine Filme außerdem mit Partnerorganisationen und Möglichkeiten des Engagements. 2026 arbeitete es dabei mit Greenpeace zusammen.

Geleitet wurde die Ausgabe von Lydia Spiesberger und Jan Sebastian Friedrich-Rust. Zum Auftakt war „Yanuni – Die Stimme des Amazonas“ von Richard Ladkani ausgewählt. Der Film begleitet die indigene Aktivistin Juma Xipaia und ihren Einsatz für die Rechte ihrer Gemeinschaft. Das Kino in der KulturBrauerei bildete das Festivalzentrum; weitere Vorstellungen fanden im ACUDkino und im Kino des Zeiss-Großplanetariums statt.

Wettbewerbe und Publikumspreis

Der Willy-Brandt-Dokumentarfilmpreis wird von der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung gestiftet und ist mit 5.000 Euro dotiert. Eine internationale Jury bewertet künstlerische und inhaltliche Leistungen. 2026 gewann „Mothers of Chibok“ von Joel Kachi Benson. Der Preis wird seit 2019 im Rahmen des Festivals vergeben.

Die Jugendjury zeichnete 2026 „There Was, There Was Not“ von Emily Mkrtichian aus. Der Audience Award ging an „Runa Simi“ von Augusto Zegarra. Diese Preise beziehen unterschiedliche Sichtweisen in die Bewertung ein: die einer Fachjury, junger Jurymitglieder und des Publikums. Die Bezeichnung Jugendjury beschreibt dabei die Jury und ist keine Altersgrenze für die Filmschaffenden.

Kino, Onlineauswahl und Bildungsarbeit

Nach der Kinowoche waren ausgewählte Filme vom 19. bis 30. April 2026 online verfügbar. Diese nachfolgende Auswahl hatte einen eigenen Zeitraum. Das Festival weist zudem auf unterschiedliche Zugangsbedingungen seiner Spielstätten hin: Das Kino im Zeiss-Großplanetarium ist barrierefrei erreichbar, während das ACUDkino nicht barrierefrei zugänglich ist. Für Rollstuhlplätze im Festivalzentrum wird eine vorherige Abstimmung empfohlen.

Die Bildungsarbeit reicht über die Festivalwoche hinaus. Ein Schulprogramm richtet sich an Klassen ab Jahrgangsstufe sieben und verbindet Dokumentarfilme mit Menschenrechtsthemen. Vorführungen werden mit den Schulen abgestimmt; bei größeren Gruppen können auch Gespräche mit Filmschaffenden oder Beteiligten angefragt werden.