dotdotdot verbindet internationale Kurzfilme mit dem gemeinsamen Kinoabend unter freiem Himmel. Das Wiener Festival stellt seine Programme nach Themen zusammen und lässt dokumentarische, fiktionale, animierte und experimentelle Arbeiten aufeinandertreffen. Gespräche mit Filmschaffenden, Workshops und künstlerische Interventionen erweitern die Vorführungen. Im Mittelpunkt stehen dabei auch Perspektiven, die im regulären Kinoprogramm selten Raum bekommen.

Vom espressofilm zu dotdotdot

Unter dem Namen dotdotdot besteht das Festival seit 2015. Es setzt die Arbeit des Kurzfilmfestivals espressofilm fort, das von 2010 bis 2014 stattfand. Festivalleiterin Lisa Mai war bereits an der Vorgängerinitiative beteiligt. Die Geschichte des ebenfalls espressofilm genannten DVD-Verleihs reicht weiter zurück; Verleih und Festival sind unterschiedliche Projekte.

Ein besonderes Element ist der Publikumspreis: Seit 2017 erhält die ausgezeichnete Person eine Carte blanche für einen eigenen Kurzfilmabend bei einer folgenden Ausgabe. Damit wirkt eine Publikumsentscheidung in die spätere Programmgestaltung hinein. Isa Schieche, deren Film Die Räuberinnen 2024 ausgezeichnet wurde, gestaltete 2026 das Programm Dreams & Troublemakers.

Ausgabe 2026 und angekündigte Rückkehr

Vom 12. bis 23. September 2026 war dotdotdot im Wiener Palais Auersperg zu Gast. Rund 80 Kurzfilme aus Österreich und mehr als 30 weiteren Ländern bildeten das Programm. Für Sommer 2027 kündigt das Festival die Rückkehr in den Garten des Volkskundemuseums Wien an. Ein genauer Zeitraum ist damit noch nicht verbunden.

Die Ausgabe 2026 arbeitete mit einem solidarischen Kartenmodell: Besucher konnten zwischen 5, 10 und 15 Euro wählen. Zusätzlich gab es ein begrenztes kostenloses Kontingent, das jeweils am Vortag reserviert werden konnte. Karten waren ausschließlich online erhältlich. Diese Beträge betrafen den Kinobesuch und keine Filmeinreichung.

Zugang und Begegnung

dotdotdot erläutert die Zugänglichkeit seiner Spielorte und einzelnen Programme ausführlich. Im Palais Auersperg gehörten eine induktive Höranlage und ein nach Voranmeldung nutzbarer Lift dazu. Für den Lift galten allerdings eine Gewichtsgrenze von 150 Kilogramm einschließlich Rollstuhl und ein Ausschluss elektrischer Rollstühle. Die Bedingungen müssen deshalb für den jeweiligen Veranstaltungsort betrachtet werden.

Die Sign Night verband internationale Gebärdensprachen mit deutschen und englischen Untertiteln; ausgewählte Filmgespräche wurden in Österreichische Gebärdensprache übersetzt. Für Filmschaffende ist dotdotdot vor allem als kuratierter Aufführungs- und Gesprächsort interessant: Die kurzen Arbeiten stehen in thematischen Zusammenhängen, und das Publikum begegnet den Beteiligten über die einzelne Vorführung hinaus.