Das FIFALP in Les Diablerets erzählt vom Leben in Bergregionen und vom Verhältnis zwischen Menschen und Natur. Abenteuer und Alpinismus gehören ebenso zum Programm wie Umweltfragen, lokale Lebensweisen und kulturelle Traditionen. Das Schweizer Festival hieß bis 2026 FIFAD. Mit dem neuen Namen wird dieselbe Veranstaltung fortgeführt; ihre Geschichte reicht bis zu den von Jacques Lavenex gegründeten Filmtagen von 1969 zurück.

Bergwelten aus unterschiedlichen Perspektiven

Seit 1970 ist das Festival international ausgerichtet. Sein dokumentarisches Profil reicht über Sportporträts hinaus: Neben Klettern und Freeride haben Erkundungen, Naturbeobachtungen und Geschichten aus verschiedenen Weltregionen eigene Wettbewerbsbereiche. Hinzu kommt eine Kategorie für Kurzdokumentarfilme. Diese Aufteilung macht Unterschiede zwischen sportlicher Leistung, gesellschaftlicher Beobachtung und filmischer Erzählung sichtbar.

Zu den Auszeichnungen gehören der Grand Prix, die fünf Diables d’Or sowie Preise der Jury, des Publikums und einer Jugendjury. Auch die Erzählweise wird gesondert gewürdigt. Die künstlerische Leitung liegt bei Benoît Aymon. Als zentraler Veranstaltungsort dient die Maison des Congrès in Les Diablerets.

Hauptfestival und Tourtermine

Die 58. Ausgabe ist vom 24. Juli bis 1. August 2027 angekündigt. Das vorherige Hauptfestival fand vom 25. Juli bis 1. August 2026 statt. Daneben bringt das Festival ausgewählte Filme mit eigenen Tourveranstaltungen an weitere Orte. Diese Abende ergänzen das Programm zwischen den Ausgaben; sie gehören zu einer anderen Terminreihe als das mehrtägige Hauptfestival in Les Diablerets.

Einreichung und Vorführrechte

Für die Ausgabe 2026 endete die Einreichung am 20. März. Nach dem damaligen Reglement konnten professionelle, unabhängige und nichtprofessionelle Filmschaffende höchstens zwei Produktionen einreichen, die jünger als drei Jahre waren. Spielfilme waren ausgeschlossen. Die Anmeldung verlangte ein Onlineformular, einen Sichtungslink und eine kurze Inhaltsangabe. Bei Auswahl kamen Filmfotos, Trailer und Plakat hinzu.

Für nichtfranzösische Filme war eine französische Untertiteldatei vorgesehen; alternativ konnte ein zeitlich zugeordnetes Transkript eingereicht werden. Das Reglement regelte außerdem Vorführungen im Festivalumfeld und auf der verbundenen Tour. Eine Bereitstellung auf der festivaleigenen Videoplattform war für die Festivaldauer vorgesehen, bei prämierten Filmen eine Woche länger; darüber konnten Rechteinhaber mit der Leitung sprechen. Diese Bedingungen gehören ausdrücklich zur Ausgabe 2026 und beschreiben keine bereits eröffnete Einreichung für 2027.