Das Global Science Film Festival bringt wissenschaftliche Fragen und filmisches Erzählen zusammen. Die achte Ausgabe findet vom 23. bis zum 25. Oktober 2026 in Zürich, Basel und Bern statt. Veranstalter sind die Swiss Science Film Academy und für den Berner Teil das mLAB der Universität Bern. Der Festivalgründer ist Samer Angelone.

Forschung auf der Kinoleinwand

Das Festival zeigt internationale Filme zu gesellschaftlichen Entwicklungen und aktuellen wissenschaftlichen Debatten. Dokumentarische Beobachtungen stehen neben erzählten und animierten Arbeiten. Im Anschluss diskutieren Filmschaffende, Forschende und Publikum über die Themen und die gewählten Bilder. Wissenschaft wird dabei auch als Teil persönlicher Erfahrungen, politischer Entscheidungen und gesellschaftlicher Konflikte betrachtet.

Ein eigener Programmbereich heißt Scientists-as-Filmmakers. Hier wechseln Forschende selbst hinter die Kamera. Beim Science Filmmaking Marathon entwickeln sie mit professioneller Begleitung Geschichten, drehen und schneiden kurze Filme. Der neunte Marathon fand vom 25. bis zum 27. Juni 2026 statt. Die Ergebnisse gehören zum späteren Kinoprogramm; der Kurs und die Festivalvorführung haben unterschiedliche Termine.

Drei Städte, unterschiedliche Programme

Am 23. Oktober zeigt das Filmpodium Zürich unter anderem To the Moon and Back über junge Menschen auf dem Weg in die Raumfahrt sowie Nuisance Bear über das Verhältnis von Menschen und Eisbären. Dazwischen stehen Kurzfilme von Forschenden. Die angekündigte Preisverleihung umfasst den Publikumspreis dieser Reihe und den Wissenschaftskommunikationspreis für Gabriela Schaepman-Strub.

Am 24. Oktober folgen im Stadtkino Basel weitere Kurzfilme und Conscious von Suki Chan. Der Dokumentarfilm verbindet Erfahrungen mit Demenz mit Fragen nach Bewusstsein und Erinnerung. Filmgespräche gehören auch zu diesem Programm.

Den Berner Teil am 25. Oktober gestaltet das mLAB im Kino REX. Das Kurzfilmprogramm beschäftigt sich mit reproduktiver Gerechtigkeit: mit Zugängen zu medizinischer Versorgung, Adoption, Mutterschaft und der Verteilung von Sorgearbeit. Es steht im Zusammenhang mit der Ausstellung „Atlas of Reproduction“ der Universität Bern. Susan Thieme und Mirko Winkel verantworten die Berner Organisation und Kuration.

Kinobesuch und fachlicher Austausch

Die Festivalwebsite führt zu den Programmen und zum Kartenverkauf für Zürich und Basel; der Berner Veranstalter erläutert seinen eigenen Abend. Für Wissenschafts- und Filmjournalismus sowie die Filmbranche ist eine Akkreditierung vorgesehen. Diese Besuchsangebote ergänzen die öffentlichen Vorstellungen und die Gespräche mit den beteiligten Filmteams.