INNCONTRO ist ein internationales Filmfestival in Innsbruck, das Migration, Flucht, Exil und mehrfache Zugehörigkeit aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Es verbindet Spiel- und Dokumentarfilme mit Gesprächen. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die selbst von Migration, Rassismus oder Ausgrenzung betroffen sind, und ihre Möglichkeiten zu handeln. Die Ausgabe 2026 findet vom 5. bis zum 7. November im Leokino statt.

Vielheit als Ausgangspunkt

Das Festival versteht Kino als Ort des Austauschs über eine Gesellschaft, in der Menschen unterschiedliche Erfahrungen und Bindungen mitbringen. Dabei geht es auch um die Frage, wer eine Geschichte erzählt und wessen Perspektive sichtbar wird. Filme und anschließende Gespräche eröffnen verschiedene Zugänge zu diesen Erfahrungen.

Unter dem Titel „zusammen.halten“ beschäftigt sich die Ausgabe 2026 mit Solidarität und Verbundenheit in Krisenzeiten. Das Thema reicht von persönlichen Beziehungen bis zu gemeinsamen Initiativen gegen Ausgrenzung. Gefragt wird auch nach den Grenzen von Solidarität und danach, wer in einer Gemeinschaft mitgedacht wird. Der Titel benennt damit einen Gegenstand der Auseinandersetzung.

Ein Festival aus Kultur- und Minderheitenarbeit

INNCONTRO geht auf den Verein Sahel Tirol und die Initiative Minderheiten Tirol zurück. Sahel Tirol fördert den kulturellen Austausch zwischen den Sahelländern und Tirol beziehungsweise Österreich. Die Initiative Minderheiten entwickelt kulturelle und gesellschaftspolitische Projekte und vermittelt zwischen unterschiedlichen Gruppen. Beide bringen damit Erfahrungen aus der Kulturarbeit in das Festival ein.

Für die Durchführung wurde ÉCRANS – Verein zur Förderung einer vielheitlichen Filmkultur gegründet. Dieser organisatorische Rahmen verbindet das kuratierte Filmprogramm mit dem Anliegen, Begegnungen und Diskussionen zu ermöglichen. Die Seite zur aktuellen Ausgabe beschreibt das Jahresthema und führt zum Festivalprogramm.

Besuch im Leokino

Die Besuchsinformationen nennen konkrete Zugänge zu den beiden Kinosälen. Im Leokino 1 kann das Personal einen Treppenlift bedienen; auf der Empore stehen Plätze für Rollstuhlnutzende und eine Begleitperson zur Verfügung. Leokino 2 ist über eine Rampe erreichbar. Eine entsprechende Toilette befindet sich im Foyer. Begleitpersonen von Rollstuhlnutzenden erhalten freien Eintritt.

Tickets lassen sich über das Leokino kaufen oder telefonisch reservieren. Reservierte Karten müssen spätestens 30 Minuten vor Beginn abgeholt werden. Die Besuchsinformationen erläutern Ermäßigungen, Zugang und Anreise. Haltestellen wie Bürgerstraße und Klinik/Universität liegen in der Nähe des Kinos.