Die Doxumentale ist ein Berliner Festival für dokumentarisches Erzählen. Neben Kinofilmen stehen Sachbücher, Podcasts und virtuelle Realität im Programm. Die verschiedenen Formen eröffnen unterschiedliche Zugänge zu sozialen, kulturellen und politischen Fragen. Gespräche mit Filmschaffenden, Autorinnen, Autoren und weiteren Gästen verbinden die präsentierten Arbeiten mit einer öffentlichen Debatte.

Dokumentarische Geschichten in mehreren Formen

Veranstalter ist The Good Media Network, die künstlerische Leitung liegt bei Anna Ramskogler-Witt. Das zuvor Dokumentale genannte Festival führt seine Arbeit unter dem Namen Doxumentale fort. Es verbindet die Vorführung fertiger Werke mit Begegnungen zwischen Publikum und dokumentarischer Praxis. Dazu gehören sowohl aktuelle Filme als auch Lesungen, Live-Podcasts und Ausstellungen.

2026 diente der Atrium Tower am Potsdamer Platz als Festivalzentrum. Dort fanden unter anderem Vorführungen und das Branchenprogramm Dx’Hub statt. Die Festival-Lounge ergänzte das Angebot mit einer Leseecke und Ausstellungen. Im benachbarten The Playce waren ein Informationspunkt, Kinderkurzfilme und eine VR-Ausstellung eingerichtet. Weitere Vorstellungen verteilten sich über mehr als zehn Berliner Kinos.

Auszeichnungen und neue Projekte

Die Preise spiegeln das mehrteilige Programm wider. 2026 wurde Redlight to Limelight von Bipuljit Basu im Dokumentarfilmbereich ausgezeichnet. Weitere Preise gingen an Jan Jekals Buch Paranoia Hollywood, den Podcast Stories from a Beauty Parlor von Annamaria Olsson und die VR-Arbeit Less Than 5 Gr of Saffron von Négar Motevalymeidanshah. Die Preisverleihung fand am 4. Juni statt.

Der Good Media Pitch brachte am 28. Mai dokumentarische Projekte mit möglichen Partnern aus Medien, Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft zusammen. Im Mittelpunkt standen Verbindungen zwischen filmischer Arbeit und gesellschaftlicher Wirkung. Dieses Projektformat ergänzt das öffentliche Festivalprogramm und besitzt einen anderen Zweck als eine reguläre Filmvorführung.

Festivalbesuch und Onlineprogramm

Das Berliner Hauptfestival lief vom 27. Mai bis 7. Juni 2026. Ausgewählte Filme blieben bis zum 30. Juni online verfügbar. Die nächste Ausgabe ist für Juni 2027 angekündigt. Kinovorstellungen und digitales Angebot haben jeweils eigene Zeiträume und Zugangsbedingungen.

Die Filme werden in Originalsprache mit englischen Untertiteln gezeigt. Gespräche finden überwiegend auf Englisch statt; bei Lesungen hängt die Sprache vom jeweiligen Gast ab. Informationen zum Zugang sind pro Spielort angegeben. Für einen Rollstuhlplatz bittet das Festival um vorherige Kontaktaufnahme, damit die konkrete Vorstellung passend gebucht werden kann.