Das Arab Film Festival Zurich widmet sich dem zeitgenössischen Kino aus der arabischen Welt. Die achte Ausgabe findet vom 2. bis zum 7. Februar 2027 im Filmpodium und im Arthouse Movie 1+2 statt. Kurz- und Langfilme, dokumentarische, fiktionale, animierte und experimentelle Arbeiten eröffnen unterschiedliche Zugänge zu kulturellen und gesellschaftlichen Erfahrungen.

Arabisches Kino und Begegnungen

Der gemeinnützige Verein International Arab Film Festival Zurich, kurz IAFFZ, wurde 2008 gegründet. Das erste Festival folgte 2012. Ehrenamtliches Engagement trägt die Organisation, die mit wechselnden Kinopartnern arbeitet. Filmgespräche ermöglichen Begegnungen mit eingeladenen Filmschaffenden und vertiefen die Themen der Vorführungen.

Das Festival versteht die arabische Welt kulturell. Es zeigt Filme arabischer Filmschaffender und Arbeiten, die sich mit arabischen Themen beschäftigen. Iranische oder türkische Herkunft allein erfüllt dieses Profil nicht; ein entsprechender inhaltlicher Bezug kann entscheidend sein. Zum Programm gehören Preise für den besten Film, die beste Regie und eine Publikumsentscheidung.

Filmauswahl für 2027

Die Filmeinreichung für die kommende Ausgabe ist abgeschlossen. Die Ausschreibung verlangt Filme, die innerhalb von 24 Monaten vor ihrer Festivalvorführung veröffentlicht wurden und zuvor noch nicht in der deutschsprachigen Schweiz gezeigt wurden. Für die Sichtung sind englische Untertitel erforderlich, sofern das Original nicht bereits Englisch ist.

Die Teilnahmegebühren unterscheiden sich nach Kategorie und Einreichportal. Die FilmFreeway-Ausschreibung dokumentiert beispielsweise Standardtarife von 20 Schweizer Franken für kurze Arbeiten und 30 Franken für die aufgeführten Langfilmkategorien sowie eigene Ermäßigungen. Diese Angaben gehören zur bereits abgeschlossenen Filmauswahl für 2027.

Animation Lab: Projekte weiterentwickeln

Ein eigener Bewerbungsweg bleibt bis zum 30. Oktober 2026 für das Animation Lab geöffnet. Das viertägige Mentoring- und Pitchingprogramm richtet sich an Animationsprojekte mit einem Bezug zur arabischen Welt oder zur Schweiz. Möglich sind Vorhaben in Entwicklung, Produktion oder Postproduktion, die von der Begleitung profitieren können.

Verlangt werden unter anderem Stoffunterlagen, mindestens zehn Storyboardbilder, ein Hauptfigurendesign und eine Finanzierungsplanung. Englisch ist Arbeitssprache. Das Reglement schließt KI-generierte kreative Materialien aus. Für die ausgewählten Projekte sind ein Geldpreis von 15.000 Franken sowie weitere Geld- und Sachleistungen angekündigt; eine Förderung unterliegt einer gesonderten Vereinbarung.

Besuch und Zugänglichkeit

Der Ticketverkauf soll im November 2026 beginnen, das Programmheft etwa im Dezember erscheinen. Das Filmpodium bietet einen Rollstuhllift und reservierbare Rollstuhlplätze. Das Arthouse Movie bezeichnet das Festival dagegen als nicht barrierefrei. Für den Kinobesuch lohnt sich deshalb die Prüfung des konkreten Saals.