Das Film Festival Diritti Umani Lugano stellt Menschenrechte ins Zentrum von Filmvorführungen und öffentlichen Gesprächen. Die 13. Ausgabe findet vom 11. bis zum 18. Oktober 2026 statt. Ein internationaler Langfilmwettbewerb, das Forum und Veranstaltungen für Schulen verbinden filmische Erzählungen mit gesellschaftlichen Fragen. Getragen wird das Festival von der Fondazione Diritti Umani in Lugano.

Film und gesellschaftlicher Austausch

Die erste Ausgabe fand 2014 statt. Heute leiten Antonio Prata und Margherita Cascio das Festival. An der Programmgestaltung wirken eigene Gruppen für Filmauswahl, Forum und Schulen mit. Sie bringen filmische, journalistische und pädagogische Perspektiven zusammen. Kooperationen mit Menschenrechtsorganisationen ergänzen die Vorführungen und eröffnen Gespräche über die behandelten Themen.

Seit 2015 arbeitet Lugano außerdem in einem Schweizer Netzwerk mit den Menschenrechtsfilmfestivals in Genf und Zürich zusammen. Die Veranstaltungen behalten dabei ihre eigene Leitung und Programmauswahl. Das Luganeser Festival ist damit ein eigenständiger Ort für Kino und Debatte in der italienischsprachigen Schweiz. Einen besonderen Zugang erhalten Jugendliche über Vorführungen für Schulen, Berufsschulen und Hochschulen.

Wettbewerb und Gäste 2026

Im Wettbewerb 2026 stehen acht Langfilme, darunter Trop c’est trop von Elisé Sawasawa, Where To? von Assaf Machnes, Hungry von Susanne Brandstätter und Emi von Ezequiel Erriquez Mena. Das Programm verbindet unterschiedliche Herkunftsländer und filmische Perspektiven. Für den 18. Oktober sind Vorführungen der mit Jury-, Publikums- und NGO-/Amnesty-Preis ausgezeichneten Arbeiten vorgesehen.

Eine davon getrennte Ehrung ist der Premio Diritti Umani per l’Autore. Für 2026 ist die Auszeichnung der kamerunischen Regisseurin und Produzentin Rosine Mbakam angekündigt. Ihre Filme Mambar Pierrette und Chez Jolie Coiffure stehen am 16. beziehungsweise 17. Oktober im Programm. Die Ehrung würdigt ihren künstlerischen Weg und ist kein Ergebnis des laufenden Langfilmwettbewerbs.

Spielorte und Besuch

Die Hauptkinos sind das Cinema Corso und das Cinema Iride. Hinzu kommen Veranstaltungen an weiteren Orten, etwa im Auditorium der Università della Svizzera italiana. Das Corso dient auch als Treffpunkt und Informationsstelle. Viele Filme werden mit italienischen Untertiteln gezeigt; einzelne Veranstaltungen bieten italienische Gebärdensprache an.

Das Festival bezeichnet das Iride als vollständig und das Corso als teilweise zugänglich für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Für das Corso nennt es eine zugängliche Toilettenmöglichkeit im benachbarten Hotel Pestalozzi. Die konkrete Vorführung und ihr Spielort sollten deshalb gemeinsam geprüft werden. Tagesprogramm, Karten und praktische Hinweise sind auf der Veranstalterseite verbunden.