Das Festival du Film Vert bringt Umweltfilme an viele Orte in der Westschweiz und im Tessin sowie nach Frankreich. Es begann 2006 in Orbe und wird vom Verein Les Films Verts getragen. Direktor ist Nicolas Guignard. Statt eines einzigen Festivalzentrums setzt die Veranstaltung auf lokale Teams, die Filme auswählen und Vorführungen in ihrer Umgebung organisieren.

Umweltfragen im Kino

Im Mittelpunkt stehen Ökologie, Klimawandel, nachhaltige Entwicklung und das Verhältnis zwischen globalem Norden und Süden. Dokumentarfilme bilden den Schwerpunkt. Viele Vorstellungen werden durch Gespräche mit Filmschaffenden, Fachleuten oder weiteren Gästen ergänzt. Dadurch verbinden sich die filmischen Erzählungen mit Fragen, die das Publikum vor Ort beschäftigen. Das Programm kann je nach Veranstaltungsort unterschiedlich aussehen.

Die 21. Ausgabe hatte ihren offiziellen Hauptzeitraum vom 7. März bis zum 12. April 2026; die Eröffnung mit Preisverleihung fand in Romont statt. Die dezentrale Organisation lässt neben klassischen Kinovorstellungen auch Veranstaltungen mit örtlichen Vereinen und Kulturpartnern zu. Der Vereinssitz in Le Sentier ist deshalb nicht mit einem einzigen Festivalspielort gleichzusetzen.

Preise und Filmbeispiele

Das Festival vergibt den Prix Tournesol sowie Preise von Public Eye und dem Centre Écologique Albert Schweitzer. Die drei Auszeichnungen sind jeweils mit 4.000 Euro dotiert. 2026 erhielt Trop chaud – KlimaSeniorinnen vs. Switzerland von Benjamin Weiss den Prix Tournesol. Public Eye zeichnete De la guerre froide à la guerre verte von Anna Recalde Miranda aus; der CEAS-Preis ging an Le Vivant qui se défend von Vincent Verzat. Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen unterschiedliche Zugänge zu Umweltkonflikten und gesellschaftlichem Handeln.

Einreichung für 2027

Die 22. Ausgabe ist für März und die erste Aprilhälfte 2027 angekündigt. Die kostenlose Einreichung endet am 15. Oktober 2026. Das aktuelle Formular lässt Filme aus dem Jahr 2024 oder später zu. Ein kostenlos zugänglicher Online-Sichtungslink ist erforderlich; für die Auswahl darf eine englische Fassung vorliegen. Zur öffentlichen Vorführung braucht der Film eine französische oder italienische Tonfassung beziehungsweise entsprechende Untertitel.

Die Rechte für eine Vorführung in der Schweiz oder Frankreich müssen verfügbar sein. Nach der Auswahl durch das Komitee am 1. November stellen die lokalen Veranstalter ihre Programme zusammen. Eine Aufnahme in die Vorauswahl bedeutet daher noch keine garantierte Vorführung. Das Anmeldeformular und die Kontaktinformationen stehen auf der offiziellen Website.