Das Human Rights Film Festival Zurich zeigt Spiel- und Dokumentarfilme über Menschenrechte und gesellschaftliche Konflikte. Es findet seit 2015 statt. Für die zwölfte Ausgabe sind der 8. bis zum 14. April 2027 angekündigt. Kinoheimat ist das Riffraff im Zürcher Kreis 5; hinzu kommen das nahe gelegene Zollhaus und weitere Orte im Umfeld.

Kino als Ausgangspunkt für Gespräche

Im Mittelpunkt stehen künstlerisch eigenständige Filme über Menschen, deren Lebenswege von politischen Verhältnissen, gesellschaftlichen Zuschreibungen und persönlichen Entscheidungen geprägt werden. Die Auswahl interessiert sich für komplexe Erfahrungen und unterschiedliche Perspektiven. Die filmische Form gehört ebenso dazu wie das behandelte Thema.

Nach den Vorführungen sprechen Regisseurinnen und Regisseure, Menschen aus den Filmen und Fachleute mit dem Publikum. So entsteht Raum für Nachfragen und eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Gesehenen. Das Festival ergänzt seine Filmprogramme durch andere künstlerische Formen. Zur Ausgabe 2026 gehörten etwa Lesungen, Performances, ein Quiz und eine Installation. Sie zeigen die Spannweite des Rahmenprogramms.

Organisation und Filmauswahl

Träger ist der Verein Human Rights Film Festival Zurich. Sascha Bleuler verantwortet die künstlerische Leitung. Michelle Akanji hat das Vereinspräsidium von Katharina Morawek übernommen; Léo Kaneman wird als Gründer und Ehrenpräsident geführt. Die Zürcher Veranstaltung besitzt ein eigenes Programm und eine eigene Organisation.

Die Filmselektion läuft nach Angaben des Festivals von Mai bis Januar. Das Team wendet sich dafür aktiv an Verleihe, andere Festivals und Filmschaffende. Spontane Filmvorschläge werden nach Möglichkeit gesichtet. Voraussetzung sind professionell produzierte Langfilme mit einem internationalen oder Schweizer Kinoverleih. Sichtungslinks nimmt das Team über den auf der Kontaktseite beschriebenen E-Mail-Weg entgegen.

Begegnungen über die Festivaltage hinaus

Unter dem Namen HRFF on Tour präsentiert das Festival auch einzelne Filme gemeinsam mit Partnern. Für den 17. Oktober 2026 ist eine Kopräsentation von Traces beim Menschenrechtsfilmfestival in Lugano angekündigt. Am 25. November folgt Mr. Nobody Against Putin im Zürcher Arthouse Piccadilly im Rahmen des Dokumentarfilmmonats Let’s Doc!, mit anschließendem Gespräch.

Diese Veranstaltungen besitzen jeweils einen eigenen Spielort und Termin. Der zusammenhängende Zürcher Festivalzeitraum bleibt die Aprilwoche 2027. Die offizielle Programmübersicht verbindet Hauptausgabe, einzelne Gastspiele und praktische Besuchsinformationen. Damit lässt sich gezielt eine Filmvorführung oder ein Gespräch auswählen.