Beim FullDome Festival Jena wird die Planetariumskuppel zur Filmfläche. Die gezeigten Arbeiten entstehen für ein räumliches 360-Grad-Erlebnis und verbinden unter anderem Animation, Kunst, wissenschaftliche Vermittlung und filmisches Erzählen. Das Festival begann 2007 mit Arbeiten von Studierenden und Lehrenden. Seine zwanzigste Ausgabe fand vom 15. bis 17. Juli 2026 im Zeiss-Planetarium Jena statt.

Film für die Kuppel

Internationale Filmschaffende, unabhängige Kunstschaffende und Nachwuchsteams kommen hier mit Fachleuten für immersive Medien zusammen. Neben den Vorführungen gehören Präsentationen, Workshops und Gespräche zum Festivalprofil. Anders als bei einer normalen Kinoleinwand umgibt das Bild das Publikum. Deshalb werden bei der Auswahl neben Inhalt und Erzählweise auch die Nutzung der Kuppel, Bild- und Tongestaltung sowie technische Umsetzung berücksichtigt.

Die JANUS-Auszeichnungen würdigen verschiedene Leistungen dieses Mediums. Zu den prämierten Arbeiten 2026 gehörten beispielsweise „One Step Beyond“ im Bereich Wissenschaft und „Each River Holds Memory“ als Kurzfilm. Das Programm führt damit Produktionen mit unterschiedlichen Zielen zusammen: Eine wissenschaftliche Erklärung kann ebenso Platz finden wie eine experimentelle Bildfolge oder eine erzählerische Arbeit.

Drei Gruppen für die Einreichung

Das Reglement 2026 unterschied Langfilme von 20 bis 60 Minuten, Kurzfilme beziehungsweise Clips von fünf bis 20 Minuten und „New Talent Works“ mit höchstens fünf Minuten. Die Nachwuchsgruppe richtete sich an Studierende, unabhängige und junge Kunstschaffende. Zugelassen waren weltweit kommerzielle wie nicht kommerzielle Produktionen, die nach dem 4. März 2025 veröffentlicht wurden. Einreichschluss war der 6. April 2026.

Die Filme mussten originär für das Fulldome-Format produziert sein. Eine bloße Anpassung einer großformatigen Kinoproduktion erfüllte diese Bedingung nicht. Zur Sichtung verlangte das Festival einen vollständigen, nicht gelisteten YouTube-Link im Domemaster-Format. Premieren wurden bevorzugt; eine Bewerbung garantierte noch keinen Programmplatz.

Technische Lieferung und weitere Vorführungen

Ausgewählte Arbeiten waren als quadratische 4K-Datei mit 4.096 × 4.096 Pixeln, H.265-Kodierung und getrennten Tonspuren zu liefern. Englisch beziehungsweise englische Untertitel wurden bevorzugt. Das Reglement sah außerdem eine Zusammenstellung ausgewählter Kurzarbeiten als „Festival Reel“ für spätere nicht kommerzielle und pädagogische Vorführungen vor, auch bei Veranstaltungen mit Publikumseintritt. Langfilme wurden davon ausgenommen. Diese Nutzungsbedingungen sind für einreichende Teams ebenso relevant wie Format und Laufzeit.