Das Vevey International Funny Film Festival, kurz VIFFF, widmet sich seit 2015 dem komischen Kino. Sein Komödienbegriff reicht von Satire und schwarzem Humor bis zu dokumentarischen Arbeiten und musikalischen Formen. Entscheidend ist, dass Komik den Film prägt. Die zwölfte Ausgabe findet vom 21. bis 25. Oktober 2026 in Vevey statt. Zur künstlerischen Leitung gehören Maryke Oosterhoff und Loïs de Goumoëns.

Komödien in verschiedenen Formen

Das Programm umfasst einen internationalen Langfilmwettbewerb, internationale und Schweizer Kurzfilme sowie weitere Reihen. „VIFFF Explore“ erweitert den Blick auf das Genre, während „CHCHCH“ Schweizer Komödienprojekte vorstellt. Mitternachtsvorstellungen, historische Schwerpunkte und Angebote für junges Publikum ergänzen die Auswahl. Für 2026 ist unter anderem die Arbeitswelt als Thema angekündigt; Gérard Jugnot gehört zu den eingeladenen Gästen.

Gezeigt werden Filme unter anderem in den Kinos Astor und Rex sowie unter freiem Himmel im Jardin du Rivage. Bei regulären Vorstellungen können Besucher zwischen 10, 15 und 18 Schweizer Franken wählen, ohne einen Nachweis für den günstigeren Preis vorlegen zu müssen. Die Open-Air-Vorstellungen sind kostenlos. Die Zugänglichkeit unterscheidet sich zwischen den Häusern und einzelnen Sälen.

Wettbewerbe und Einreichbedingungen

Das französische Reglement 2026 verlangte für die aktuelle Auswahl Filme, die nach dem 1. Januar 2025 fertiggestellt wurden; historische Schwerpunktprogramme waren ausgenommen. Kurzfilme durften höchstens 30 Minuten dauern. Eine reguläre Schweizer Kinoveröffentlichung schloss die Teilnahme aus. Premieren wurden bevorzugt, waren jedoch keine allgemeine Pflicht. Bei anderen Originalsprachen als Französisch oder Englisch wurden Untertitel in einer dieser beiden Sprachen verlangt.

Für das eigene Formular galt der 10. August 2026 als Einreichschluss; das FilmFreeway-Portal führte den 16. August. Im internationalen Langfilmwettbewerb sind ein Jurypreis von 2.000 Franken sowie Jugendjury- und Publikumspreis von jeweils 500 Franken vorgesehen. Der internationale Kurzfilmpublikumspreis ist ebenfalls mit 500 Franken dotiert.

ÉC’RIRE für Drehbuchprojekte

Die Schreibresidenzen vom 18. bis 25. Oktober 2026 haben einen eigenen Arbeitszeitraum. Für zwei französischsprachige Komödien-Langfilmprojekte mit erster Dialogfassung endete die Bewerbung am 15. Juni. Vier Kurzfilmprojekte wurden über eine Frist am 31. Juli ausgewählt, darunter mindestens zwei von Schweizer oder in der Schweiz lebenden Schreibenden. Die Kurzfilmresidenz kombiniert betreute gemeinsame Tage mit eigener Schreibzeit; Unterkunft wird dafür nicht übernommen.