Die Rencontres 7e Art Lausanne stellen die Begegnung mit Filmschaffenden und die Wiederentdeckung von Filmgeschichte in den Mittelpunkt. Schauspieler und Regisseur Vincent Perez gründete die Veranstaltung 2018. Das Programm verbindet Klassiker auf der großen Leinwand mit Filmen eingeladener Gäste, Gesprächen, Vorpremieren und Workshops. Die neunte Ausgabe fand vom 5. bis 15. März 2026 statt und widmete ihre Retrospektive dem Thema „HOPE“.

Filmgeschichte und Filmberufe

Zu den Spielorten gehören das Capitole der Cinémathèque suisse und die Pathé-Kinos Les Galeries. Gespräche und weitere Veranstaltungen führen außerdem ins Casino de Montbenon, an die Musikschule EJMA und an die Universität Lausanne. Generaldirektorin ist Alexandrine Kol; zum künstlerischen Programmteam gehören Vincent Perez, Olivia Weemaes und Thierry Hatier.

Für Schauspielinteressierte reicht das Angebot über Filmvorführungen hinaus. Das Programm 2026 enthielt etwa eine Begegnung zu Casting und Agenturarbeit sowie Veranstaltungen zum Synchronsprechen und Workshops zu Stunts. Solche Formate betrachten Film auch als gemeinsame Arbeit verschiedener Berufe. Zugleich ermöglichen die Retrospektiven, Rollen, Inszenierungen und Erzählweisen im Zusammenhang eines größeren Filmprogramms zu sehen.

Nid à talents: ein eigener Kurzfilmaufruf

Mit „Nid à talents“ kam 2026 ein gesonderter Wettbewerb zum Thema Hoffnung hinzu. Dieser Aufruf ist vom regulären Märzfestival zu unterscheiden. Bewerbungen waren über FilmFreeway vom 5. März bis zur letzten Frist am 15. Juni 2026 kostenlos möglich. Gesucht wurden unabhängige Kurzfilme mit höchstens 20 Minuten Laufzeit einschließlich Abspann, fertiggestellt zwischen dem 1. Januar 2024 und dem 5. März 2026.

Der Aufruf stand verschiedenen Genres offen; Werbefilme und Musikvideos waren ausgeschlossen. Er richtete sich an unabhängige Filmschaffende, kleinere unabhängige Strukturen und Ausbildungsinstitutionen. Die Bedingungen begrenzten vorherige internationale öffentliche Vorführungen, kommerzielle Verwertung und frei zugängliche Onlineveröffentlichungen. Für die Jury waren bei nicht französischsprachigen Filmen französische Untertitel erforderlich.

Laut Ausschreibungsportal werden drei Filme ausgewählt und die Teams am 15. November 2026 benachrichtigt. Die zugehörige Preisveranstaltung ist dort für den 15. Januar 2027 angegeben. Dieser Termin bezeichnet die Veranstaltung des Kurzfilmaufrufs. Das charakteristische Hauptprogramm der Rencontres bleibt die Verbindung von Filmkulturerbe, persönlichen Gesprächen und Einblicken in die filmische Arbeit.