Pink Apple zeigt Filme, die sich künstlerisch mit queeren Lebensweisen und LGBT+-Themen beschäftigen. Die dreißigste Ausgabe findet 2027 an zwei Orten statt: vom 4. bis zum 13. Mai in Zürich und vom 14. bis zum 16. Mai in Frauenfeld. Spielfilme, Dokumentarfilme und kurze Arbeiten bilden das Programm.

Kostenlose Filmeinreichung für 2027

Filme können bis zum 31. Januar 2027 gebührenfrei eingereicht werden. Die allgemeine Programmauswahl kennt keine Beschränkung auf eine bestimmte Länge oder ein Genre. Entscheidend ist die inhaltliche und künstlerische Auseinandersetzung mit queeren Lebensformen. Die Bewerbung erfolgt über das eigene Onlineformular des Festivals mit einem digitalen Sichtungslink.

Benötigt werden unter anderem Titel, Angaben zur Regie, Produktionsjahr und Produktionsland, Laufzeit, Sprache und eine Inhaltsangabe. Hinzu kommen Kontakte für die Einreichung und die Rechteklärung. Das Festival informiert spätestens einen Monat vor Beginn über die Auswahl. Die Aufnahme in das Programm und die Zulassung zu einem bestimmten Wettbewerb folgen unterschiedlichen Kriterien.

Wettbewerbe und Publikumsentscheidungen

Im Internationalen Kurzfilmwettbewerb können Filme mit höchstens dreißig Minuten Laufzeit aus den Produktionsjahren 2025, 2026 oder 2027 berücksichtigt werden. Eine Fachjury wählt den besten Kurzfilm; der Preis ist mit zweitausend Schweizer Franken dotiert. Längere oder ältere Filme können weiterhin für das allgemeine Programm eingereicht werden.

Für den Internationalen Wettbewerb nominiert das Programmteam Filme, die inhaltlich und formal hervorstechen. Die Jury vergibt dreitausend Franken an den Siegerfilm. Daneben bestimmt das Publikum den besten Spiel- und Dokumentarfilm. Für diese beiden Auszeichnungen werden ausgewählte Langfilme berücksichtigt, die länger als sechzig Minuten und höchstens drei Jahre alt sind. Auch Frauenfeld hat eine eigene Publikumsentscheidung.

Seit der Ausgabe 2026 ergänzt der Milchjugend Award die Preise. Eine Jury aus drei jungen queeren Menschen beurteilt dafür Filme des Internationalen Wettbewerbs. Der Preis erweitert die Perspektiven auf die Auswahl; das Alter der Jurymitglieder ist keine allgemeine Altersgrenze für einreichende Filmschaffende.

Ehrenpreis für queeres Filmschaffen

Seit 2015 zeichnet Pink Apple mit dem Golden Apple besondere Verdienste um das queere Kino aus. Zu den bisher Geehrten gehören unter anderem Léa Pool, Christine Vachon, Ulrike Ottinger und Monika Treut. Der Ehrenpreis ergänzt die Auszeichnungen für einzelne Festivalfilme. Die Festivalwebsite verbindet die beiden Standorte, Programmankündigungen und weitere Filmveranstaltungen im Jahresverlauf.