Das Geneva International Jewish Film Festival, kurz GIJFF, zeigt Geschichten über jüdisches Leben und jüdische Kultur aus verschiedenen Teilen der Welt. Die 15. Ausgabe findet vom 21. bis zum 29. November 2026 in Genf statt. Spiel- und Dokumentarfilme, Komödien, Familienvorstellungen und Gespräche mit Gästen bilden das Programm.

Kultur, Geschichte und Bildung

Alan Howard gründete das Festival 2011. Die heutige Direktorin ist Donna Adiri; dem Verein steht Irma Selvi Danon als Präsidentin vor. Das Festival versteht seine Auswahl als Zugang zu unterschiedlichen Erfahrungen, Traditionen, Konflikten und Lebensgeschichten. Es richtet sich an ein breites Kinopublikum und verbindet kulturelle Begegnung mit historischem Interesse.

Ein eigener Schwerpunkt ist die Bildungsarbeit zum Holocaust. Kinovorführungen für Schülerinnen und Schüler sollen Wissen vermitteln und eine Auseinandersetzung mit Antisemitismus, Vorurteilen und Rassismus ermöglichen. Dieses Angebot gehört zur längerfristigen Arbeit des Festivals. Es ist von den frei buchbaren Vorstellungen des öffentlichen Novemberprogramms zu unterscheiden.

Das Programm 2026

Die Eröffnung am 21. November ist mit Paper Tiger von James Gray im Cinema Arena geplant. Zum Abschluss am 29. November steht Le Bois de Klara von Volker Schlöndorff im Programm; ein Gespräch mit dem Regisseur ist angekündigt. Weitere Spielorte sind das Cinéma Le City, blue Cinema und Cinerama Empire. Datum, Uhrzeit und Saal sind jeweils beim einzelnen Film ausgewiesen.

Die Auswahl umfasst unter anderem We Met at Grossinger’s von Paula Eiselt und Sapiro v. Ford: The Jew who Sued Henry Ford von Gaylen Ross. Familienvorstellungen sind mit Les Enfants de la Résistance von Christophe Barratier und La Bonne étoile von Pascal Elbé vorgesehen. Das Programm kennzeichnet auch, ob ein Filmgespräch live stattfindet oder aufgezeichnet gezeigt wird. Angekündigte persönliche Begegnungen und Videoaufzeichnungen sind damit unterscheidbar.

Filmvorschläge

Laut den offiziellen häufigen Fragen können Filme ganzjährig zur Prüfung für die nächste Ausgabe vorgeschlagen werden. Dafür nennt das Festival die Adresse info@gijff.org. Dieser laufende Kontaktweg ist keine Zusage, dass ein Vorschlag noch in das bereits veröffentlichte Programm 2026 aufgenommen wird.

Für Filmschaffende bietet die aktuelle Auswahl einen konkreten Eindruck vom thematischen und formalen Profil. Wer einen Film vorschlagen möchte, kann sich über die offizielle Kontaktseite direkt an das Team wenden. Für Besucherinnen und Besucher führt die Programmliste zu den jeweiligen Filmseiten und zum Kartenverkauf.