Das FIFOG in Genf widmet sich Filmen aus dem orientalischen Kulturraum und dem Austausch zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Perspektiven. Sein vollständiger Name lautet Festival International du Film Oriental de Genève. Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme gehören zum Profil. Die geplante Jubiläumsausgabe wurde 2025 verschoben; 2026 arbeitet ein erneuertes Team an der Weiterführung.

Filmische Vielfalt und Begegnung

Der Begriff Orient bezeichnet im Selbstverständnis des Festivals einen kulturellen Raum, der geografische und sprachliche Grenzen überschreitet. Das Programm soll unterschiedliche Erzählungen, Erfahrungen und filmische Handschriften sichtbar machen. Dazu gehören Begegnungen mit eingeladenen Filmschaffenden und ein Austausch mit dem Genfer Publikum. Künstlerische Arbeiten werden dabei auch als Zugang zu politischen Konflikten, kulturellen Zugehörigkeiten und gesellschaftlichen Veränderungen verstanden.

Für die geplante neue Ausgabe haben die Veranstalter das Thema Une paix nommée désir vorgestellt. Es richtet den Blick auf den Wunsch nach Frieden und auf filmische Antworten auf eine konfliktreiche Gegenwart. Die Ankündigung nennt unter anderem Perspektiven aus Algerien, Iran, der Türkei, Tunesien und dem Kosovo sowie die Widerständigkeit afghanischer Frauen. Das sind angekündigte Schwerpunkte der Neuplanung.

Verschiebung und Neuorganisation

Am 15. Mai 2025 teilte das Festival mit, dass die ursprünglich für den 9. bis 15. Juni geplante 20. Ausgabe verschoben werde. Die Veranstalter hielten zugleich an der Jubiläumsausgabe fest. Die Mitteilung vom 14. Mai 2026 stellt Sonia Jasmine Bahloul als neue Präsidentin vor und ruft zur Unterstützung der weiteren Festivalarbeit auf. Im Mittelpunkt stehen die Finanzierung, das Einladen von Filmteams und die Fortführung des kulturellen Austauschs.

Einzelveranstaltungen sind davon zu unterscheiden. So kündigte das FIFOG gemeinsam mit dem Cinéma Bio in Carouge für den 26. Mai 2025 eine Vorführung von Fanon des Regisseurs Jean-Claude Barny an. Die Einführung sollte Tahar Houchi, der künstlerische Leiter des FIFOG, übernehmen. Dieser Sonderabend war ein eigener Termin und ersetzte keine mehrtägige Jubiläumsausgabe.

Zugang für Filmschaffende

Die offizielle Website bleibt der Ansprechpartner für die Neuorganisation und künftige Filmvorschläge. Das dort weiterhin erreichbare Anmeldeformular ist ausdrücklich mit 2025 beschriftet. Es sollte deshalb nicht als Zusage einer geöffneten neuen Einreichrunde verstanden werden. Für eine Bewerbung zählt eine aktuelle Bestätigung des Festivals, insbesondere zur Ausgabe, zum Auswahlverfahren und zum vorgesehenen Vorführtermin.