Animatou ist ein internationales Animationsfilmfestival in Genf. Lani Weber Schaer und Matilda Tavelli gründeten die Veranstaltung 2006. Getragen wird sie von der Association Animatou, die auch außerhalb des Festivals Vorführungen und Angebote zur Filmbildung organisiert. Die 21. Ausgabe fand vom 1. bis zum 10. Oktober 2026 statt.

Animation für unterschiedliche Zuschauer

Das Festival zeigt kurze und lange Animationsfilme, Rückblicke und thematische Programme. Die Wettbewerbe unterscheiden internationale Erzählfilme, animierte Dokumentarfilme, experimentelle Arbeiten und Schweizer Produktionen. Kinder, Schulklassen und Jugendliche erhalten eigene Programme und beteiligen sich an Publikumsentscheidungen.

Bei Caramel stimmen bereits Kinder aus Betreuungseinrichtungen über ihre Favoriten ab. Pistache richtet sich an etwas ältere Kinder in Satigny. Sechs weitere Wettbewerbe gehören zum Schulprogramm. Convergences entsteht für Jugendliche der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Genfer Universitätsspitals. Die unterschiedlichen Altersangaben beschreiben hier das Publikum, nicht die zugelassenen Filmschaffenden.

Ausgabe 2026 und ergänzende Filmabende

2026 gewann Elizabeth Hobbs mit „Daughters of the Late Colonel“ den internationalen Wettbewerb. Der Schweizer Jurypreis ging an „Sensual“ von Tanja Nuijten; das Publikum zeichnete „Singularity“ von Marjolaine Perreten aus. Zum weiteren Programm gehörte ein Schwerpunkt auf die französische Produktionsfirma Autour de Minuit.

Die ganzjährige Arbeit setzt sich unter anderem mit den Anim’Apéros fort. Für den 12. November 2026 ist um 19 Uhr „Regards de Femmes“ in der Arcade des Centre d’Art Contemporain angekündigt. ARTE-Redakteurin Hélène Vayssières stellt ein Kurzfilmprogramm vor. Der Abend ist kostenlos und für ein Publikum ab sechzehn Jahren vorgesehen.

Auswahlregeln und Einreichung

Die Ausschreibung 2026 galt für Animationskurzfilme, die 2025 oder 2026 veröffentlicht wurden. Der Einreichschluss auf Short Film Depot war der 10. April 2026. Das offizielle Reglement erläutert die Untertitel, Vorführformate und Auswahlbedingungen. Für den Schweizer Wettbewerb zählt die Staatsangehörigkeit der Regie oder eine berufliche Tätigkeit mit mindestens drei Jahren Wohnsitz in der Schweiz.

Ein Film kann in mehreren geeigneten Reihen vorkommen; die drei internationalen Erwachsenenwettbewerbe International, Doc’Anim und Labo schließen sich jedoch gegenseitig aus. Die Festivalwebsite führt das Festivalarchiv, kommende Sonderabende und die Angebote zur Filmbildung zusammen.