Das FIFDH in Genf verbindet Filmvorführungen mit Diskussionen über Menschenrechte und gesellschaftliche Konflikte. Das Festival besteht seit 2003 und findet heute parallel zur Hauptsitzung des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen statt. Dokumentar- und Spielfilme treffen hier auf Gespräche mit Filmschaffenden, Aktivistinnen und Aktivisten, Fachleuten und dem Publikum. Die 25. Ausgabe ist vom 5. bis zum 14. März 2027 angekündigt.

Filme, Wettbewerbe und Forum

Das Festival unterscheidet drei internationale Langfilmwettbewerbe: Documentaire de création, Focus und Fiction. Der erste verbindet dokumentarische Themen mit einer eigenständigen filmischen Form. Focus zeigt dokumentarische Recherchen und Berichte über Menschenrechtsverletzungen oder gesellschaftliches Engagement. Fiction öffnet den Blick auf entsprechende Fragen in erzählten Geschichten. Im Forum bilden Filme den Ausgangspunkt für vertiefende öffentliche Gespräche.

Hinzu kommen Angebote für Schulen, jüngeres Publikum und kurze Filmformen. Die kulturelle Vermittlung reicht auch in Krankenhäuser, Gefängnisse und Unterkünfte für geflüchtete Menschen. Mit Veranstaltungen im Großraum Genf und der internationalen Human Rights Film Tour arbeitet das FIFDH über seine Festivaltage hinaus. Diese Angebote ergänzen das Märzprogramm und haben jeweils eigene Termine und Zugänge.

Die Filmauswahl für 2027

Die allgemeine Ausschreibung richtete sich an Dokumentar- und Spielfilme von mindestens 52 Minuten über Menschenrechte oder Umwelt. Gefordert waren eine Fertigstellung zwischen dem 1. Januar 2026 und dem 1. Februar 2027 sowie eine Schweizer Premiere. Für die Sichtung war ein fertiger Film oder ein Rohschnitt zulässig. Der Einreichschluss für diese Ausgabe war bereits am 28. Juli 2026.

Impact Spotlight und Impact Lab

Impact Spotlight ist ein eigener Zugang für abgeschlossene Dokumentarfilme mit einer laufenden oder startbereiten Wirkungskampagne. Gemeint sind konkrete Aktivitäten, mit denen das Team über die Vorführung hinaus öffentliche Aufmerksamkeit, Beteiligung oder Veränderungen erreichen möchte. Auch hier gelten mindestens 52 Minuten und die Schweizer Premiere. Die Bewerbung war kostenlos und endete ebenfalls am 28. Juli 2026.

Das Impact Lab begleitet dagegen Dokumentarprojekte in fortgeschrittener Produktion. Bis Dezember 2026 müssen mindestens 75 Prozent des Materials gedreht sein; ein Trailer oder Teaser gehört zur Bewerbung. Das Online-Programm führt zu den Impact Days vom 7. bis zum 9. März 2027 in Genf. Nach der kostenlosen Bewerbung entstehen bei einer Auswahl Akkreditierungskosten von 200 Schweizer Franken pro teilnehmender Person. Ermäßigungen und Fördermöglichkeiten sind gesondert geregelt. Unterkunft, Reiseleistungen und Anwesenheitspflichten unterscheiden sich zwischen Lab und Spotlight und sollten im jeweiligen Programm nachgelesen werden.