Écrans Urbains untersucht Architektur, Stadt und Landschaft mit den Mitteln des Kinos. Das Lausanner Festival verbindet Filme über das Bauen mit Geschichten über Menschen, die in gestalteten Räumen leben und arbeiten. Dokumentarische Beobachtungen stehen neben Spielfilmen und Animation. Die Ausgabe 2026 fand vom 25. Februar bis zum 1. März statt.

Film und Baukultur

Hinter dem Festival steht die Fondation Culture du Bâti – CUB. Sie entwickelt das Programm gemeinsam mit den künstlerischen Leitern Aldo Bearzatto und Hervé Bougon. Die Stiftung verbindet Fachgebiete wie Architektur, Ingenieurwesen, Stadtplanung, Landschaft und Denkmalpflege. Entsprechend richtet sich das Festival sowohl an Menschen aus diesen Berufen als auch an ein Publikum, das sich für seine alltägliche Umgebung interessiert.

Die Filme behandeln konkrete Bauvorhaben, das Zusammenleben in Städten und die Vorstellungen, nach denen Räume gestaltet werden. Architektonische Werke bilden dabei einen Teil des Programms; ebenso wichtig sind politische, soziale und persönliche Erfahrungen. Die unterschiedlichen filmischen Formen erlauben sowohl genaue Beobachtungen als auch erfundene Stadtbilder und experimentelle Perspektiven. Gespräche und Veranstaltungen mit Partnerinstitutionen erweitern die Kinovorführungen.

Das Programm 2026

Eröffnet wurde die Ausgabe am 25. Februar im Capitole mit Le Chantier von Jean-Stéphane Bron. Weitere Filme waren The Great Together von Jasper Meurer und Rocío Calzado, Asphalte Public von Jan Buchholz und Siza von Augusto Custódio. Sydney Pollacks Esquisses de Frank Gehry brachte ein filmisches Architektenporträt ins Programm. Mit Planètes von Momoko Seto und Metropolis von Rintarō waren zugleich Animationsfilme vertreten.

Spielorte und Partner gehörten zur Lausanner Kino- und Kulturlandschaft, darunter Le Cinématographe, das Capitole, das Forum d’architectures Lausanne und das Musée cantonal des Beaux-Arts. Für einen Besuch lohnt der Blick auf die einzelne Veranstaltung: Kino, Museum und Architekturforum haben unterschiedliche Zugänge und Veranstaltungsformen. Einige Termine waren kostenlos, für andere galt der jeweilige Kinotarif.

Archiv und Zugang

Die Veranstalter halten frühere Programme ab 2018 online bereit. Das Archiv macht sichtbar, welche Themen, filmischen Handschriften und Kooperationen das Festival über mehrere Ausgaben verfolgt. Für Filmschaffende bietet es einen konkreten Einblick in die kuratorische Auswahl. Das vollständige Programm und die praktischen Informationen stehen auf der offiziellen Website; dort lassen sich Film, Spielort und Gesprächsangebot gemeinsam nachlesen.