CineGlobe bringt am CERN Filme und wissenschaftliche Fragen zusammen. Das 2007 gegründete Festival interessiert sich dafür, wie Wissenschaft und Technik Geschichten, Bilder und gesellschaftliche Vorstellungen prägen. Sein Programm umfasst Kurzfilme, längere Arbeiten, immersive Erlebnisse und praktische Angebote zur Filmbildung.

Wissenschaft als Ausgangspunkt

Das Festival sucht Filme, die von Wissenschaft inspiriert sind. Dazu gehören dokumentarische Arbeiten ebenso wie erfundene Geschichten und Animationen. Der wissenschaftliche Bezug kann eine Erzählung unmittelbar bestimmen oder in ihrer künstlerischen Perspektive sichtbar werden. Eine verständliche Geschichte und eine eigenständige filmische Umsetzung gehören zum Auswahlverständnis.

Bei der fünfzehnten Ausgabe 2026 stand das Thema „Transitions“ im Mittelpunkt. Gemeint waren Veränderungen in Energie, Ökologie und Technologie ebenso wie Übergänge zwischen Generationen. Das Festival war Teil der CERN-Kultursaison „Generation Higgs“, die sich mit der Weitergabe von Wissen an eine neue Generation beschäftigte.

Programm 2026 in Meyrin und Genf

Das öffentliche Hauptprogramm lief vom 5. bis zum 7. Juni 2026 auf dem Campus des CERN Science Gateway in Meyrin. Am 4. Juni gingen das European Science Film Forum und Veranstaltungen im immersiven Raum Syllepse in den Genfer Jardins des Nations voraus. Beide Orte und Zeiträume gehören zur selben Ausgabe.

Zur Eröffnung war der Animationsfilm „Arco“ angesetzt. Workshops beschäftigten sich unter anderem mit Zoetropen und anderen einfachen Verfahren bewegter Bilder. Der Rückblick nennt „Signal“ von Emma Carré und Mathilde Parquet als besten fiktionalen Film und „Art of Looking“ von Andris Gauja als besten Dokumentarfilm. Den Jugendfilmpreis erhielt „No Room“ von Jelena Oroz.

Vier unterschiedliche Wettbewerbe

Die Ausschreibung 2026 unterschied Fiction bis zwanzig Minuten, Dokumentarfilm bis fünfunddreißig Minuten und Filme für junges Publikum bis zehn Minuten. Für Fiction und Dokumentarfilm war der Bezug zu „Transitions“ verbindlich. Ein vierter Wettbewerb umfasste immersive Arbeiten bis fünfunddreißig Minuten, darunter virtuelle und erweiterte Realität.

Für die drei Filmwettbewerbe endete die Anmeldung am 14. März 2026, für immersive Arbeiten am 1. April. Verlangt wurden eine französische oder englische Sprachfassung beziehungsweise entsprechende Untertitel. CineGlobe erhebt laut eigener Darstellung keine Festival-Einreichgebühr; die Bedingungen des verwendeten Portals Short Film Depot sind davon zu unterscheiden. Das Festivalarchiv erschließt Programme, Preisträger und weitere Veranstaltungen.