Das AUBE Filmfestival stellt internationales Autorenkino mit gesellschaftlichen und politischen Fragen in den Mittelpunkt. Hinter dem seit 2015 bestehenden Projekt steht der Verein Tagamuda in Basel. Ayten Mutlu Saray verantwortete bei der dokumentierten Ausgabe 2023 Leitung und Programm. Der französische Name Aube bezeichnet den Tagesanbruch.

Ein anderer Blick auf Gesellschaft

Unter dem Leitgedanken „Autre Regard“ versammelt AUBE Filme, die sich mit historischen Veränderungen, Menschenrechten und Zivilcourage auseinandersetzen. Persönliche Geschichten und künstlerische Arbeitsweisen gehören dabei ebenso zum Profil wie politische Konflikte. Spiel- und Dokumentarfilme stehen nebeneinander; die Auswahl ist nicht auf ein einzelnes Herkunftsland beschränkt.

Für 2023 kündigte das Festival Begegnungen mit Filmschaffenden aus Indien, Pakistan, Tansania, Sudan, Irak, Syrien, Iran und Tadschikistan an. Gespräche sollten den Zuschauerinnen und Zuschauern Gelegenheit geben, die Perspektiven und Entstehungsbedingungen der Filme kennenzulernen. Die Einladung zum Austausch ist ein wesentlicher Bestandteil des Festivalverständnisses.

Die Ausgabe 2023 in mehreren Orten

Vom 31. August bis zum 8. September 2023 verteilte sich das Programm auf Basel, Allschwil, Pratteln, Gelterkinden und Schaffhausen. Zum Festivalzentrum gehörten das Stadtkino Basel und das Parterre One. Weitere Spielorte waren das Fachwerk Allschwil, das reformierte Kirchgemeindehaus Pratteln, der Kulturraum Marabu und die Kammgarn.

Als Eröffnungsfilm war Aamir Bashirs „The Winter Within“ am 31. August im Stadtkino angekündigt. Die indisch-französische Produktion gehörte zu den Schweizer Premieren des Programms. Eine weitere war „The Woodman“ von Koutaiba Al-Janabi, angesetzt für den 2. September. Beide Filme stehen für die damalige Auswahl und ihre unterschiedlichen geografischen und ästhetischen Ausgangspunkte.

Sondervorführung im Stadtkino

2025 gab es laut Stadtkino keine reguläre Festivalausgabe. Stattdessen kündigte AUBE für den 27. November um 18.15 Uhr den kirgisischen Thriller „Deal at the Border“ von Dastan Zhapar Ryskeldi an. Der Film spielt in einer Grenzregion zwischen Kirgistan und Kasachstan.

Vorgesehen war außerdem ein moderiertes Onlinegespräch mit dem Regisseur und Hauptdarsteller Abylay Marat Uulu. Das Programmheft des Stadtkino Basel dokumentiert diesen einzelnen Filmabend auf Seite 31. Er führt die Zusammenarbeit mit AUBE fort, ohne eine mehrtägige Festivalausgabe zu ersetzen.