Begriff

Mise-en-scène

Mise-en-scène ist ein aus dem Französischen stammender Begriff für das In-Szene-Setzen. In der Filmanalyse bezeichnet er das Zusammenwirken der sichtbaren Gestaltung: Raum, Ausstattung, Kostüm, Maske, Licht sowie Spiel und Anordnung der Darstellenden. Gemeint ist nicht allein die Kulisse.

In einem fiktiven Beispiel sitzt eine Figur in einem großen, fast leeren Raum und hält ihren Mantel noch fest um sich. Eine zweite Person bleibt in der Tür stehen. Raumgestaltung, Kleidung, Haltung, Abstand und Beleuchtung können gemeinsam ein Verhältnis vermitteln. Welche Bedeutung entsteht, hängt von der konkreten Szene ab; ein leerer Raum steht nicht immer für Einsamkeit.

Das Blocking betrifft dabei Positionen und Bewegungen, das Produktionsdesign die Konzeption der sichtbaren Filmwelt. Mise-en-scène richtet den Blick auf ihr Zusammenspiel mit weiteren Gestaltungsmitteln. Kamera und Schnitt beeinflussen zusätzlich, wie dieses Geschehen im Film wahrgenommen wird. Die Abgrenzungen werden je nach Analyseansatz unterschiedlich weit gefasst; der Begriff bedeutet nicht sämtliche Arbeitsschritte einer Filmproduktion.

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