Begriff

Figurenkonstellation

Eine Figurenkonstellation ist das Gefüge der Beziehungen zwischen den Figuren eines Theaterstücks, Films oder anderen erzählenden Werks. Sie beschreibt, wer mit wem verbunden ist, welche Interessen aufeinandertreffen und wie sich die Beteiligten gegenseitig beeinflussen. Eine reine Liste von Namen bildet diese Beziehungen noch nicht ab.

Verwandtschaft, Freundschaft, Abhängigkeit, Konkurrenz oder unterschiedliche Wissensstände können eine Konstellation prägen. In einem fiktiven Beispiel benötigt eine Schwester Geld von ihrem Bruder, während dessen Partnerin von der bisherigen Verschuldung nichts weiß. Die Beziehungen betreffen alle drei Figuren, auch wenn in einer bestimmten Szene nur zwei von ihnen auftreten.

Eine Konstellation kann sich im Verlauf der Handlung verändern, etwa durch einen Verrat oder eine neu entstandene Zusammenarbeit. Sie ist von einer Figurenbiografie und der Untersuchung einer einzelnen Figur zu unterscheiden. Auch die Aufstellung der Darstellenden im Raum, das Blocking, ist etwas anderes: Die Konstellation betrifft die erzählten Beziehungen, nicht allein sichtbare Standorte oder die aktuelle Besetzung einer Szene.

Wissen entdecken

Weitere Begriffe alphabetisch auswählen oder in der Übersicht suchen.