Begriff

Schnitttechnik

Schnitttechnik bezeichnet die gestalterischen und technischen Verfahren, mit denen aufgenommenes Bild- und Tonmaterial ausgewählt, gekürzt und miteinander verbunden wird. Filmschnitt beziehungsweise Montage ordnet dieses Material zu einer Erzählung. Einzelne Schnittübergänge sind Bestandteile dieser umfassenderen Arbeit.

Ein harter Schnitt ist der unmittelbare Wechsel von einer Einstellung zur nächsten ohne Überblendung oder andere Übergangseffekte. Er kann innerhalb derselben Szene erfolgen, etwa beim Wechsel von einer sprechenden Figur zur Reaktion ihres Gegenübers. Bei einer Überblende überlagern sich ausgehendes und neues Bild zeitweise; eine Wischblende ersetzt das Bild entlang einer bewegten Grenze.

Ein Jump Cut lässt einen sichtbaren Sprung innerhalb einer weitgehend ähnlichen Einstellung entstehen, beispielsweise durch das Entfernen eines Zeitabschnitts. Ein Match Cut verbindet Einstellungen über ähnliche Formen, Bewegungen oder andere gestalterische Beziehungen. Ihre Wirkung hängt vom jeweiligen Zusammenhang ab.

Bei J- und L-Schnitten liegen Bild- und Tonwechsel zeitlich auseinander: Beim J-Schnitt beginnt der Ton der folgenden Einstellung schon vor deren Bild; beim L-Schnitt läuft der Ton der vorherigen Einstellung in das nächste Bild hinein. Parallelmontage bezeichnet dagegen die abwechselnde Darstellung mehrerer Handlungsstränge.

Schnitt kann räumliche und zeitliche Zusammenhänge erhalten oder bewusst aufbrechen. Die Vorbereitung nachvollziehbarer Anschlüsse am Set gehört unter anderem zu Continuity / Script; daraus entsteht jedoch keine Pflicht, jeden Film durchgehend kontinuierlich zu schneiden.

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