(Ein Probenraum. Notenständer, ein Klavier, auf einem Tisch ein Kuchen mit einer Kerze. Frankie, Anfang fünfzig, steht vor dem Chor, die Arme erhoben.)
Und – eins, zwei, drei! (Frankie dirigiert, singt mit.) „Zum Geburtstag viel Glück, zum Geburtstag viel Glück …“ Alt, mehr Alt! Das ist euer Moment! „Zum Geburtstag, liebe …“ (Frankie hält inne, die Arme noch in der Luft.)
Wo ist eigentlich die Irmgard? (Frankie sieht in die Altstimmen. Jemand sagt etwas.) Krank. Seit Montag. Steht in der Gruppe. (Frankie holt das Handy heraus, scrollt.) Direkt unter meiner Nachricht mit den drei Kuchen-Emojis. Natürlich.
(Frankie steckt das Handy weg, richtet sich auf.) Gut. Kein Problem. Planänderung. Wir haben ein Telefon, wir haben einen Kuchen, und wir haben achtundzwanzig Stimmen. (Frankie wählt, hält das Handy hoch, in die Mitte des Chors.) Es klingelt. Alle bereit? Und diesmal, Alt: noch lauter. Damit sie es durch den Schnupfen hört. Und – eins, zwei, drei!
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Ende des Textes

