(Ein Schulflur, große Pause. Marie, zwölf, steht mit einem aufgeschlagenen Englischbuch vor der Fensterbank, auf der ihre Freundin sitzt.)
- Seite vierzig? Das ist nicht wahr.
- Ich hab die einundvierzig. Klar.
- Ich kann jetzt „Kitchen“, „Sink“ und „Spoon“,
- und „Fork“ und „Knife“ und „Afternoon“.
- Und vierzig ist … (Sie blättert.) „The Weather“. Toll.
- Ich weiß nicht mal, was „Weather“ soll.
- Ist „Sun“ die Sonne oder Sohn?
- Und „Snow“? Ist das ein Telefon?
- Mein Kopf ist eine Küche, leer,
- da liegt ein „Spoon“, sonst gar nichts mehr.
- Ich mach es anders. Hör mal zu:
- Ich lern jetzt einfach Dänisch. Du
- erzählst Frau Berger, ich sei neu,
- aus Kopenhagen, und sehr scheu.
- Dann schreib ich hin: „Vejret er godt!“
- Sie kann kein Dänisch. Ich auch nicht. Flott!
(Die Schulglocke. Marie klappt das Buch zu.)
- Okay. Ich geh. Ich bin bereit.
- Und falls sie fragt: „Ist das gescheit?“,
- dann sag ich: „Sorry, Kitchen. Spoon.“
- Und dann ist Pause. Afternoon.
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Ende des Textes

